Helmut A. Müller   Müller-BBM-Gründer.
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Helmut A. Müller: Ein Straßenname erinnert nun an den Müller-BBM-Gründer.

Zu Ehren eines charismatischen Unternehmers

Müller-BBM-Gründer mit eigenem Straßennamen geehrt

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Der Gründer von Müller-BBM, einem der bedeutendsten Planegger Unternehmen, bekommt eine eigene Straße: Der Firmensitz, der bisher an der Robert-Koch-Straße 9 bis 13 lag, erhält nun die Adresse Helmut-A.-Müller-Straße 1 bis 5. Der Gemeinderat sprach sich jetzt einstimmig für die Umbenennung aus.

Die Initiative war von Müller-BBM ausgegangen, dem international tätigen Ingenieurbüro mit weltweit über 20 Standorten, 1149 Mitarbeitern (Stand Ende 2019) und einem Jahresumsatz, der 2019 bei 162,1 Millionen Euro lag. Zu den ursprünglichen Hauptaufgabengebieten Bau- und Raumakustik kamen im Laufe der Jahrzehnte die Bereiche Umwelt – etwa mit Luftreinhaltung und Schallschutz – sowie Technik hinzu.

Norbert Suritsch, Vorstandsvorsitzender der Müller-BBM Holding AG, nutzte die Sitzung, um Firma und Gründer den Gemeinderäten näher zu bringen. Begleitet wurde er von Professor Gerhard Müller, Sohn des 2015 verstorbenen Helmut A. Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrates und Vizepräsident der Technischen Universität München.

Helmut A. Müller, so Suritsch, sei ein charismatischer Unternehmer mit internationaler fachlicher Reputation gewesen, „ein Tausendsassa in der Akustik mit einer großen Bandbreite an Projekten“, von Opernhäusern über Kraftwerke bis hin zu U-Booten. „Er war ein durch und durch bescheidener Mensch.“

1962 gegründet, damals noch als Müller-BBN GmbH, wurde zehn Jahre später der Firmenname nach dem Ausstieg der Bolt Beranek Newmann Inc. in Müller-BBM geändert: Müller Beratungsbüro München. Als das Unternehmen 1976 nach Planegg zog, hatte es 54 Angestellte. Eine Besonderheit ist die Mitarbeiterbeteiligung, die dem Firmengründer ein hohes Maß an Loyalität sicherte und bis heute praktiziert wird.

Helmut A. Müller war als Lehrer für Physik an der Schule für Geigenbau in Mittenwald tätig und Honorarprofessor an der Fachhochschule München. 2005 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Lebenswerk. Im September 2015 verstarb er im Alter von 85 Jahren. Müller hatte nie in Planegg gelebt, wurde aber auf dem hiesigen Friedhof begraben. Das zeige, wie sehr er dem Ort verbunden war, sagte sein Sohn Gerhard Müller.

Künftig endet die Robert-Koch-Straße mit der Hausnummer 7. Der Stichweg, der nun zur Helmut-A.-Müller-Straße wird, zweigt davon ab und befindet sich im Eigentum der Firma Müller-BBM.

Diese hat sich in Planegg quasi schon selbst ein kleines Denkmal gesetzt, indem sie neben Aufträgen wie dem Teatro La Fenice in Venedig, dem Bolschoi Theater in Moskau und dem Sydney Opera House auch die Akustik im Kupferhaus verantwortete. Der dortige Konzertsaal ist extrem geschätzt bei Musikern und wird gerne für Aufnahmen gebucht.

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