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Die Gemeinde Planegg plant in der Münchner Straße günstige Wohnungen.

Gemeinde baut günstige Wohnungen in der Münchner Straße

Planungsbeginn vorgezogen

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Größer und früher als geplant: Die Gemeinde Planegg nimmt das Wohnbauprojekt Münchner Straße schon heuer in Angriff. 15 bis 16 Wohnungen sind angedacht. Das Architekturbüro Molenaar soll eine Konzeptstudie erstellen.

Planegg– Rund 4400 Quadratmeter misst das Grundstück, das der Gemeinde Planegg an der Münchner Straße Ecke Josef-von-Hirsch-Straße gehört. Vor etwa zehn Jahren ließ sie dort zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 26 Wohnungen errichten, die an Planegger mit niedrigem Einkommen vermietet sind. Auch das historische Schulhaus, das sich dort befindet, ist seit Langem zum Mietshaus für Geringverdiener umgebaut. Nun sollen dort zwei weitere Gebäude mit insgesamt 15 bis 16 Wohnungen entstehen, außerdem wird die Tiefgarage erweitert.

Die Kosten sind mit rund 6 bis 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde rechnet mit 2 bis 2,6 Millionen Euro an staatlichen Fördermitteln. „Momentan wird man vom Freistaat mit Fördermitteln überhäuft“, sagt Stefan Schaudig, Geschäftsführer der Gemeinde. Die „Gunst der Stunde“ wolle man nutzen, da man sich in der komfortablen Lage befinde, über ausreichend Eigenmittel zu verfügen, um förderfähige Projekte zu verwirklichen. Im Fall der Wohnungen für die Münchner Straße muss die Gemeinde nach ersten Schätzungen selbst noch 4 bis 4,5 Millionen Euro aufwenden.

Vorgesehen war ein Planungsstart erst für 2019. Zunächst sollte es nur ein Gebäude mit sieben bis acht Wohnungen werden, ähnlich dem Projekt in der Hofmarkstraße 3, wo demnächst mit Beginn der Bauarbeiten zu rechnen ist. Im Juli präsentierte das Bauamt dem Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung drei Varianten für die Münchner Straße, von einer kleinen Lösung bis zu einer großen mit 19 bis 21 Wohnungen. Die mittlere mit zwei Gebäuden und 15 bis 16 Einheiten fand schließlich eine Mehrheit.

Der Ferienausschuss beschloss am vergangenen Donnerstag einstimmig, das Büro Molenaar, das auch für das Gebäude in der Hofmarkstraße 3 verantwortlich ist, mit einer Konzeptstudie zu beauftragen. „Wir wollen ein bisschen Vorarbeit leisten und das Projekt anschieben, damit es 2019 angegangen werden kann“, sagt Schaudig. „Die Planung braucht Zeit.“ Um eine verbindliche Zusage von Fördermitteln zu erhalten, bedürfe es einer gewissen Detailliertheit.

Wie bei der Hofmarkstraße 3, deren sechs Wohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen im Spätsommer 2019 bezugsfertig sein sollen und für die bereits eine üppige Förderung zugesagt ist, will die Gemeinde als Bauherr fungieren. Die Planung und Bauabwicklung soll die Bauservice GmbH, eine Tochtergesellschaft der Baugesellschaft München-Land, übernehmen.

„Das Ziel der Gemeinde war schon immer, günstigen Wohnraum auf gemeindeeigenem Grund anzubieten“, so Schaudig, der von einer „konsequenten Fortsetzung“ der Planegger Wohnungspolitik spricht. „Die Gemeinde sieht das als ihre Aufgabe an.“

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