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Stellten Mitte April im Beisein von Bürgermeister Heinrich Hofmann (3.v.l.) und Bauamtsmitarbeiterin Ursula Janson im Rathaus ihre Fassaden-Entwürfe vor:  (v.l.) die Architekten Professor Florian Burgstaller, Ludwig Hölzl, Christian Weigl und Klaus Molenaar

Fassadengestaltung am Bahnhofsvorplatz

Noch zwei Entwürfe im Rennen

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Die Entscheidung, wie die Fassaden am neuen Planegger Bahnhofsvorplatz aussehen sollen, ist vertagt worden. Ein Architekturbüro muss nachliefern, zwei sind aus dem Rennen.

Planegg – Mitte April stellten die vier von der Gemeinde beauftragten Büros ihre Entwürfe für eine harmonische Fassadengestaltung am neuen Bahnhofsvorplatz öffentlich vor. Knapp zwei Wochen hatten die Bürger in der Folge Zeit, die im Rathaus ausgestellten Entwürfe zu begutachten und ihre Eindrücke kundzutun. Am besten kamen die Entwürfe von Professor Florian Burgstaller und dem Büro Goergens und Miklautz an. Die Gliederung der Baukörper, die Gestaltung der Fassaden und die Dachgestalt werde als „herausragend“ beurteilt, heißt es in einem Resümee des Bauamtes zur Bürgermeinung. Klaus Molenaar konnte mit seinem herausstechenden Bike&Ride-Gebäude, das wie ein Lampion die Blicke auf sich ziehen soll, nicht überzeugen. Auch Adamek und Hölzl, das von der Familie Heide mit der Bau des Supermarktes auf der Südseite des Platzes beauftragte Büro, fiel raus. Das Bauamt hält die verglasten Erdgeschosszonen für nicht flexibel genug für unterschiedliche Nutzungen.

Der Burgstaller-Entwurf und die Pläne von Goergens und Miklautz erreichen nach Auffassung der Verwaltung die gewünschte Ensemblewirkung. Beide werden als „besonders wertvoll“ angesehen. „Die Qualität des Platzes entsteht nicht durch die Betonung einzelner Gebäude, sondern durch den Gesamtkomplex“, so Ursula Janson vom Bauamt.

Die CSU-Fraktion gibt Goergens und Miklautz den Vorzug. „Wir finden Burgstaller aber auch nicht uninteressant“, so Philipp von Hirsch. Allerdings vermisse man bei den Entwürfen des Professors die fotografische Genauigkeit der Pläne von Goergens und Miklautz. Es seien „eher künstlerische Zeichnungen“ eingereicht worden, die es erschwerten, sich die künftige Gestaltung vorzustellen. Deswegen beantragte die CSU, das Büro Burgstaller aufzufordern, weitere Bilder aus allen Perspektiven einzureichen. Vor allem die Ansicht vom Bahnsteig aus, die Goergens und Miklautz lieferten, fehlt Fraktionssprecher Michael Book. Einstimmig wurde der Antrag angenommen, einen Entschluss zu vertagen, bis Burgstaller dem Wunsch nachgekommen ist.

Das Bauamt favorisiert den Entwurf des Professors und argumentiert damit, dass die „großen Gebäudemassen durch eine starke horizontale, insbesondere jedoch auch vertikale Gliederung sehr gut optisch auf ein verträgliches Maß reduziert“ würden. Einzig die Assoziation zu klassischen italienischen Plätzen sollte korrigiert werden. Beim Goergens und Miklautz wird angemerkt, dass die steilen Dächer die Gebäude praktisch um ein Stockwerk höher machten als im städtebaulichen Entwurf. Die Supermarkt-Fassade wirke durch die fehlende vertikale Gliederung „sehr wuchtig“.

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