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Möchte Bürgermeisterin werden: Die 49-jährige Astrid Pfeiffer hat die  WPM mi tgegründet.  

„Wählergruppe für Planegg & Martinsried“ gegründet

Astrid Pfeiffer will ins Rathaus

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Eine neu gegründete Wählervereinigung will den Chefsessel im Planegger Rathaus erobern. Astrid Pfeiffer und zwei Mitstreiter sind Gründungsmitglieder der „Wählergruppe für Planegg & Martinsried“, kurz WPM. Die Aufstellungsversammlung ist für Freitag, 20. Dezember, anberaumt.

Planegg– Die etablierten Parteien und politischen Gruppierungen in Planegg haben Konkurrenz bekommen im Wettstreit um die Wählergunst: Die WPM sieht nach eigener Aussage ihre Schwerpunkte bei „Verkehr, Wohnen, Umwelt, Finanzen und – ganz wichtig – Soziales“, wie Pfeiffer in einer Pressemitteilung schreibt. Ein großes Anliegen ist ihr auch „der Umgang mit dem Wachstumsdruck auf unsere Gemeinde und die Region“.

Die Idee zur Wählergruppe ist noch nicht sehr alt. „Wir haben das Ganze binnen Tagen auf die Beine gestellt“, sagt Pfeiffer. In den vergangenen Tagen wurde intensiv daran gearbeitet, die WPM „rechtssicher“ zu gründen. Eine Gründungsversammlung fand inzwischen statt. Wichtiger jedoch, so Pfeiffer, sei die öffentliche Aufstellungsversammlung. Diese ist noch vor den Weihnachtsferien am Freitag, 20. Dezember, 16 Uhr, in der Vereinsgaststätte „s’Hüttl“ des SV Planegg-Krailling angesetzt (Hofmarkstraße 51). Neben der thematischen Ausrichtung der WPM steht die Wahl der Bürgermeisterkandidatin im Mittelpunkt: Astrid Pfeiffer will wie einst ihr Vater vom Rathaus aus die Geschicke der Gemeinde lenken. Ein Gemeinderatsmandat streben weder sie noch ihre Mitstreiter an. Auf die Aufstellung einer Gemeinderatsliste verzichtet die WPM.

Astrid Pfeiffers Vater ist Altbürgermeister und Ehrenbürger Alfred Pfeiffer

Astrid Pfeiffers Vater, der inzwischen 90-jährige Altbürgermeister Alfred Pfeiffer, wurde 1956 erstmals in den Gemeinderat gewählt und wirkte dort 58 Jahre für die SPD, von 1990 bis 1996 als Bürgermeister. 1996 durfte er aus Altersgründen nicht noch einmal für das Amt des Gemeindeoberhauptes antreten. 2014 wurde ihm von der Gemeinde die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Tochter Astrid (49), Diplom-Politologin, Journalistin und Autorin, wuchs mit dem Engagement ihres Vaters für das Wohl der Gemeinde auf, ist aber nicht Mitglied der Sozialdemokraten odereiner anderen Partei. Die alleinerziehende Mutter einer Tochter besuchte in den vergangenen Jahren regelmäßig die Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse als Zuhörerin.

Engagement gegen stetige Verdichtung und Kiesabbau

Sie engagiert sich bereits seit Längerem gegen eine stetige Verdichtung, schrieb unter anderem an die bayerische Landesregierung und lotste Landrat Christoph Göbel zu einem Ortstermin mit den lärmgeplagten Anwohnern der Germeringer Straße nach Planegg. Inzwischen gilt dort ganztags Tempo 30. Im mittlerweile eingestellten Raumordnungsverfahren zum Kiesabbau-Projekt auf der Dickwiese im Planegger Holz zählte sie zu den Mitgründern von „Rettet den Würmtaler Wald!“. Der Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Privatleuten aus dem Würmtal und Germering sammelte laut eigener Aussage 12 500 Unterschriften gegen „Kahlschlag und Kiesabbau in Forst Kasten und Planegger Holz“.

Als im September die Ortsgruppe Würmtal Nord des Bund Naturschutz gegründet wurde, übernahm Astrid Pfeiffer den Vorsitz. Kassier wurde Philipp Pollems, der seit vergangenem Dienstag Bürgermeisterkandidat der FDP ist.

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