Planegg hat ein neues Küchenstudio: Der Küchen-Treff an der Bahnhofstraße 7 bietet Küchen und Zubehör von vier Marken. Inhaber Torsten Bickelhaupt wollte bewusst in das Würmtal ziehen.
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Geschäftsführer Torsten Bickelhaupt im neuen Küchen-Treff in der Planegger Bahnhofstraße. 

Planegger Bahnhofstraße

Auf Käfer folgt Küchenstudio

  • Peter Seybold
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Planegg hat ein neues Küchenstudio: Der Küchen-Treff an der Bahnhofstraße 7 bietet Küchen und Zubehör von vier Marken. Inhaber Torsten Bickelhaupt wollte bewusst in das Würmtal ziehen.

Planegg– In Freiham leitete Torsten Bickelhaupt zuletzt eine Filiale von Küchen- Treff, das es insgesamt 380 mal in Deutschland, darunter ein weiteres Mal in München, gibt. „Doch wir wollten schon länger von Freiham weg, denn das Studio dort war zu groß und zu teuer. Wir hatten in Freiham 800 Quadratmeter auf zwei Stockwerken. Nicht nur die Miete, sondern auch die nötigen vier Mitarbeiter kosteten viel Geld“, erzählt Bickelhaupt im Merkur-Gespräch. Die Miete pro Quadratmeter ist in Planegg zwar die gleiche wie in Freiham. Mit 200 Quadratmetern sind die Räumlichkeiten aber wesentlich kleiner und familiärer. Im Studio selbst ist neben Bickelhaupt nur noch ein Mitarbeiter tätig. Statt den vorher aufgebauten 30 Küchen sind nur noch acht Küchen notwendig.

Bewusste Entscheidung fürs Würmtal

Torsten Bickelhaupt wollte bewusst ins Würmtal ziehen. „Denn viele unserer Kunden in Freiham kamen ohnehin von hier, sodass wir nun nicht komplett bei Null anfangen müssen.“ Durch Zufall entdeckte das Küchen- Treff-Team eines Tages, dass das Ladenlokal an der Bahnhofstraße 7 nach dem Auszug von Feinkost Käfer leer stand. Nach der Einigung mit Vermieter Andreas Schrittenlocher zahlt Bickelhaupt seit November Miete. Die Eröffnung hätte ursprünglich viel früher sein sollen, bis unter anderem die Corona-Krise dazwischenkam. „Was für mich den Vorteil hatte, dass ich den alten Laden in Freiham ohne Kundenverkehr ab- und den neuen in Planegg aufbauen konnte, gleichzeitig aber natürlich einen großen Umsatzverlust bedeutete“, sagt Bickelhaupt. Nicht alle ausgestellten und übrig gebliebenen Küchen in Freiham konnten so verkauft werden. Drei sind noch übrig, die Bickelhaupt online veräußern möchte. Die acht in der Planegger Filiale befindlichen Küchen waren schon seit Monaten aufgebaut.

Am 2. Juni hat der Küchen Treff offiziell eröffnet, zunächst ohne Eröffnungsfeier. „Eigentlich wollten wir die Eröffnung während dem Würmtaler Faschingszug machen, was ja dann aber nicht ging. Vielleicht machen wir noch eine kleine Feier für Stammkunden und Freunde oder später eine Aktion, bei der man etwa bei einem Küchenkauf einen Gutschein für eines der Gasthäuser der Umgebung wie das Heide-Volm oder das Bräustüberl bekommt“, sagt Bickelhaupt. Nur wenige Tage nach der Eröffnung ist sein Terminkalender aber bereits voll, unter anderem mit Stammkunden aus Freiham.

Das Studio hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. „Montags und dienstags brauchen wir, um alle Aufträge abzuarbeiten und die Planungen zu machen.“ Küchen-Treff führt Küchen der Marken pino, Nobilia, Ballerina und allmilmö sowie das entsprechende Zubehör wie Türen, Spülen und Besteck-Einsätze. Alle Service-Arbeiten wie Montagen sind selbstverständlich ebenfalls mit im Programm. „Wir haben keine spezielle Zielgruppe, sondern führen Küchen für alle und aller Preisklassen ab 5000 Euro. Wir wollen zum Beispiel für Planegger, Gräfelfinger oder Gautinger interessant sein, die wegen Küchenanschauen nicht extra in die Stadt fahren wollen“, sagt Bickelhaupt, der ursprünglich gelernter Bürokaufmann ist und dann über die Verwaltung eines Küchenstudios und dem dortigen Verkauf in die Branche kam.

Vorgänger Feinkost Käfer hielt sich nur rund 16 Monate lang in den Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße 7. Bickelhaupt ist aber optimistisch. „Käfer hatte viele Sachen wie Brot, Käse und Wurst, die es schon woanders in der Bahnhofstraße gab, bei Käfer nur etwas anders und teurer.“ Viele Kunden wechselten deshalb nicht von ihrem bisherigen Lebensmittelgeschäft dorthin, vermutet der 49-Jährige. Hochwertige Küchenstudios gebe es in der Umgebung hingegen nicht so viele, sodass im Markt Platz genug sein müsste, hofft Bickelhaupt. „Uns gefällt die Planegger Bahnhofstraße sehr gut, und wir wollen dazu beitragen, sie weiter zu beleben.“

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