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Feuerwehrkameraden mit dem Helm des Verstorbenen am Grab: Hunderte gaben am Samstag dem 34-jährigen Planegger, der Opfer eines tragischen Unfalls wurde, das letzte Geleit.

Opfer von Sturmtief Bianca

Feuerwehrmann (34) von Baum erschlagen: Emotionale Beisetzung mit hunderten Trauernden

Ein Feuerwehrmann (34) aus Planegg starb, als Sturmtief Bianca ein Baum auf sein Auto stürzen ließ. Nun wurde der junge Mann beerdigt - ein emotionaler Abschied.

  • Die Sturmnacht am 27. Februar 2020 hat in Planegg ein Todesopfer gefordert.
  • Ein junger Feuerwehrmann (34) starb, weil ein Baum auf sein Auto stürzte.
  • Nun haben Familie, Freunde und Kollegen emotional Abschied genommen.

PlaneggFeuerwehrleute aus dem gesamten Würmtal, aber auch aus Baierbrunnn standen am Samstag bei der Trauerfeier um den Sarg ihres tragisch verunglückten jungen Kameraden aus Planegg. Auch Fahnenabordnungen der Planegger Gebirgstrachtler D’Almarösler und der Gautinger D’Würmlust waren dabei: In der übervollen Planegger Pfarrkirche St. Elisabeth nahmen am Samstagmorgen Hunderte Würmtaler Abschied von dem tödlich verunglückten 34-Jährigen, darunter auch Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann.

Feuerwehrmann von Baum erschlagen: Emotionaler Abschied in Planegg

Die Sterbebildchen zeigten einen strahlend lächelnden jungen Mann mit tatkräftigen Händen und einem loderndem Feuer im Hintergrund. Daneben stand der Text: „Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“ Und: „Da Tobelix ist immer dabei.“

Der Schmerz über den Verlust des in der Sturmnacht des 27. Februar tragisch verunglückten jungen Planegger Feuerwehrmannes war bei der großen Trauergermeinde noch frisch: Um 22.37 Uhr wurden die Planegger Feuerwehrleute zur Unterstützung ihrer Kraillinger Kameraden zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen in den Nachbarort gerufen.

Baum kracht auf Auto von Feuerwehrmann: Freundin überlebte verletzt

Der Stamm einer 22 Meter hohen Esche am Bergerweiher, die erst drei Tage zuvor von einem Baumsachverständigen begutachtet worden war, brach im Sturm und fiel auf das vorbeifahrende Auto des Planegger Feuerwehrmanns. Neben ihm saß seine Freundin, die den Unfall verletzt überlebte.

„Wir möchten etwas tun und wissen nicht was“, sagte der frühere Planegger Diakon Wolfgang Ring in seiner Trauerrede. Der sinnlose Tod des jungen Mannes sei für die Hinterbliebenen ein „grausiges Schicksal“, so der Geistliche. Doch durch den Tod von Jesus Christus am Kreuz existiere für die Menschen eine göttliche Kraft, „das Unerträgliche, Schwere zu ertragen“, sagte Wolfgang Ring, denn: „In allen Zweifeln erfahren wir die Liebe“ von Gottes Sohn: Deren Kraft sei „stärker als der Tod, stärker als der Schmerz“.

Emotionaler Abschied von Feuerwehrmann: Trost spenden auf dem Friedhof in Planegg

Mit den Worten „wir danken Dir für Deine Hilfsbereitschaft und Kameradschaft, für alles, was du uns geben hast“, verneigte sich der Diakon vor dem Sarg des Verstorbenen. Rituale in der überfüllten Pfarrkirche spendeten an diesem Samstag Trost: Jugendliche von der Planegger Feuerwehr sprachen Fürbitten. Zur Orgelmusik schritten die Fahnenträger von den Würmtaler und Nachbarfeuerwehren zum Sarg und neigten die Trauerflor-Fahnen. Anschließend fand die Beisetzung auf dem Planegger Friedhof statt.

Christine Cless-Wesle

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