Nadelwald von unten
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Umwelt als „das wichtigste Thema für unsere gemeinsame Zukunft“.

Stifter ist Peter von Schall-Riaucour

Planegg bekommt einen Umweltpreis

  • Nicole Kalenda
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Peter von Schall-Riaucour stiftet einen Umweltpreis. Der Planegger Gemeinderat (Liste FDP) stellt 25000 Euro bereit, verteilt auf fünf Jahre. Bei der Bekanntgabe am Donnerstag im Gemeinderat erklärte er: „Ich bei seit über 55 Jahren Planegger. Es ist an der Zeit, Planegg etwas zurückzugeben.“

Planegg - Die Gemeinde hatte schon einmal einen Umweltpreis: Zwischen 1996 und 2009 wurde er viermal vergeben und dann mangels Bewerbern eingestellt. Statt wie damals mit 500 Euro, ist der neue Umweltpreis jährlich mit 5000 Euro dotiert. Von Schall-Riaucour ist zuversichtlich, dass er das Interesse der Bürger wecken wird. „Umwelt hat heute einen ganz anderen Stellenwert“, sagt er. Zudem liegt ihm als Stifter nicht an technisch komplexen Projekten. „Es gewinnt nicht unbedingt der, der von Haus aus Ingenieur ist. Ich möchte den Normalbürger ansprechen.“ Schirmherr ist die Gemeinde Planegg.

Eine zehnköpfige Jury unter seinem Vorsitz soll die Kriterien festlegen und den Gewinner aus den Bewerbungen auswählen. „Ich zahle, und wir entscheiden gemeinsam“, so von Schall-Riaucour. Sämtliche Fraktionen des Gemeinderates sind in dem Gremium vertreten. Angelika Lawo (gG 21) wird  von Schall-Riaucours Stellvertreterin. Weiter dazu gehören neben Bürgermeister Hermann Nafziger und Richard Richter, Leiter des Bau- und Umweltamtes und promovierter Biologe, Florian Großelfinger (CSU), Susanne Trenkle (UBPM), Philipp Pollems (Liste FDP), Florian Zeller (FWD), Hannah Katrin Betz (Bündnis 90/Die Grünen) und Felix Kempf (SPD).

Start im April

In den kommenden Wochen will von Schall-Riaucour Kriterien für die Preisvergabe ausarbeiten und in der Jury zur Diskussion stellen. „Zwei Eckpfeiler“ gebe es: „Beteiligen können sich nur Planegger Bürger und Vereine, keine Gewerbetreibenden. Und der Preis soll für etwas bereits Erreichtes vergeben werden.“ Der Schwerpunkt des Projektes müsse im Vergabejahr liegen. Im April soll der Preis ausgerufen, im Dezember verliehen werden.

Seit 2018 trug sich von Schall-Riaucour mit dem Gedanken, verschob die Verwirklichung aber wegen der 2020 anstehenden Kommunalwahlen. „Jetzt gibt es die nächsten fünf Jahre keine Wahl.“ Der Preis solle die Bürger „von Corona ablenken und das wichtigste Thema für unsere gemeinsame Zukunft“ in den Fokus rücken.

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