Das neue Verpackungsgesetz hat auch Folgen für die Planegger Bürger. Sie müssen Abschied nehmen von den Containern für Leichtverpackungen. 
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Die Tage der Kunststoff-Container wie hier an  der Wertstoffinsel in der Kreuzwinkelstraße sind gezählt.  

Neue Regelung in Planegg

Container für Kunststoffe verschwinden

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Das neue Verpackungsgesetz hat auch Folgen für die Planegger Bürger. Sie müssen Abschied nehmen von den Containern für Leichtverpackungen. 

Planegg – Seit Anfang 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Es regelt die Entsorgung der Verpackung und richtet sich damit in erster Linie an die Dualen Systeme. Die Kreise und Kommunen müssen jedoch neue Abstimmungsvereinbarungen mit den Entsorgern eingehen. Bis Jahresende lässt der Gesetzgeber ihnen dafür Zeit. Für Planegg darf Bürgermeister Hermann Nafziger jetzt schon unterschreiben. Der Ausschuss für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr des Planegger Gemeinderates ermächtigte ihn am Donnerstag dazu. Die neue Vereinbarung hat Folgen für die Bürger. Sie müssen Abschied nehmen von den Containern für Kunststoffe an den Wertstoffinseln. Auch Papier, Pappe, Karton (PPK) sollen mittelfristig nur noch abgeholt werden.

Entsorgungssystem grundsätzlich überdacht

Die Umsetzung des neuen Verpackungsgesetzes nahm die Gemeinde zum Anlass, grundsätzlich das Entsorgungssystem zu überdenken. In nichtöffentlicher Sitzung beschloss der Gemeinderat im vergangenen Oktober, ab kommendem Jahr die Container für Leichtverpackungen von den insgesamt 18 Wertstoffinseln im Gemeindegebiet abzuziehen. Die Sammlung von Verpackungen erfolgt nur noch über den Gelben Sack, der von dem mit der Entsorgung beauftragten Unternehmen abgeholt wird. Alternativ können volle Säcke weiter am Wertstoffhof abgegeben werden. „Ich bin ein ausgewiesener Gegner des neuen Systems. Der Bürger verliert sein Wahlrecht und muss abwarten, bis der Gelbe Sack abgeholt wird“, erklärte Peter von Schall-Riaucour (Liste FDP), der als Einziger die Unterzeichnung der Abstimmungsvereinbarung ablehnte.

Unterflurbehälter für Glas geplant

Neben dem Ende des Bringsystems für Leichtverpackungen beinhaltet die Vereinbarung auch eine Systemfestlegung für Glas. Es bleibt bei den Depotcontainern an den Wertstoffinseln und am Wertstoffhof. Diese sollen jedoch nach dem Willen des Gemeinderates künftig an einigen Standorten unter der Erde verschwinden. Der Wechsel zu Unterflurbehältern, wie sie schon seit 2016 nach und nach in Gräfelfing Einzug halten, macht den Wegfall von Kunststoff- und Papiercontainern notwendig. „Aus Platzgründen geht das nur, wenn wir ausschließlich Glas sammeln“, sagte Kerstin Tanzmeier vom Bau- und Umweltamt. Die Möglichkeit der Einführung der Unterflurbehälter wurde in die Abstimmungsvereinbarung aufgenommen, zur Finanzierung jedoch keine Aussage gemacht.

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