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Nach dem Urteil waren die Stockschützen hoffnungsfroh: der Vorsitzende Erwin Eckl (vorne mit Stock) und di e Mitglieder des EC Planegg-Geisenbrunn im Februar.  

Mängel bestehen nach wie vor

Geduldsprobe Stockbahnen

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Das große Warten geht weiter: Auch ein halbes Jahr nach dem Urteil im Prozess gegen den Hersteller der Stockbahnen am Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium sind die Mängel nicht behoben. Dabei ist alles vorbereitet für eine Ausschreibung.

Planegg– Der Rechtsstreit zog sich zweieinhalb Jahre, auch weil Gutachten eingeholt werden mussten, deren Erstellung viel Zeit beanspruchte. Im Februar kam das Landgericht München I zu dem Schluss, dass die erst 2013 gebauten Stockbahnen mangelhaft ausgeführt waren. Die verantwortliche Firma wurde dazu verurteilt, der Gemeinde Planegg knapp 50 000 Euro plus Zinsen zu überweisen, als Anzahlung auf die Erneuerung der Bahnen. Sie verzichtete darauf, Berufung einzulegen, und überwies den Betrag.

Dennoch leiden die Bahnen weiter an Unebenheiten und zu breiten Fugen. „Es gab noch keine Baumaßnahme, um sie wiederherzustellen“, sagt Andreas Löbe, stellvertretender Leiter des Planegger Bauamtes. „Von der technischen Seite her ist alles vorbereitet für die Ausschreibung.“ Die Abstimmungen mit den Stockbahnnutzern seien aber noch nicht abgeschlossen.

„Seit dem Urteil geht nichts mehr vorwärts“, sagt Erwin Eckl, Vorsitzender des EC Planegg-Geisenbrunn. Der Verein nutzt die Anlage und hat das dort gebaute Vereinsheim in Erbpacht übernommen. 450 Euro monatlich müsse man für die laufenden Kosten aufwenden, so Eckl. Geld, das der EC über den Getränkeverkauf hereinholt, wenn die Stockschützen auf der Bahn sind. Durch die schlechte Ausführung der Bahnen habe man in der Vergangenheit jedoch keine Einladungen an andere Vereine aussprechen oder Turniere ausrichten können. Das wiederum bedeutet einen Einnahmenausfall.

Stockschützen möchten Bahnen in Erbpacht übernehmen

Obwohl Erbpacht mit Verantwortung einhergeht, will der Verein mit seinen 350 Mitgliedern auch die acht Stockbahnen übernehmen, allerdings in einem einwandfreien Zustand und zur Hälfte überdacht. Seit dreieinhalb Jahren wartet der Verein darauf, vier Bahnen zu überdachen, um wetterunabhängig zu sein. Nun fürchtet Eckl, es gebe Pläne bei der Gemeinde, erst die acht Bahnen zu erneuern, um dann die Überdachung zu installieren. „Das kann doch nicht sein“, sagt er. Denn die geplante Halle, eine Stahlkonstruktion, die an drei Seiten geschlossen und nur nach Osten offen sein soll, benötigt „enorme Fundamente“, auch weil der Bebauungsplan ein begrüntes Dach vorsieht. Das erfreut Bienen und andere Insekten, bringt aber ein großes Gewicht mit sich. Um die Fundamente zu errichten, müssten laut Eckl die zu überdachenden vier Bahnen weggerissen werden.

Er selbst hält eine Erneuerung in zwei Schritten für sinnvoller: Erst sollten die vier zu überdachenden Bahnen weggerissen werden, um die Überdachung zu errichten und die Bahnen zu erneuern. Dann könnten die übrigen vier Bahnen an die Reihe kommen. Auf diese Weise stünden durchgehend vier Bahnen zur Verfügung.

„Wir müssen das Konzept des EC beraten“, sagt Bürgermeister Heinrich Hofmann, der selbst schon einmal an einer Vereinsversammlung teilnahm, um den ungeduldigen Mitgliedern die Verzögerungen zu erläutern. Die Vorschläge der Stockschützen müssten im Hauptausschuss des Gemeinderates diskutiert werden. Hofmann zeigt sich „optimistisch“, dass bis Jahresende die notwendigen Beschlüsse vorliegen.

Im Februar hofften die Stockschützen auf schnelle Fortschritte.

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