Einige neue Verantwortliche sitzen bereits im Rathaus Planegg, weitere sollen folgen.
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Einige neue Verantwortliche sitzen bereits im Rathaus Planegg, weitere sollen folgen.

Neue Mitarbeiter im Rathaus

Gemeinde Planegg hat „wichtige Stellen neu besetzt“ - Weitere sollen folgen

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Zwei von sechs Amtsleitern sind neu, dazu die Verantwortlichen für Bauhof und Gemeindearchiv – und das Planegger Rathaus sucht noch immer nach Mitarbeitern. „Es ist wahnsinnig schwer, gutes Fachpersonal zu bekommen“, sagt Stefan Schaudig, Geschäftsleiter der Gemeinde.

Planegg– Ende vergangenen Jahres schied der Leiter des Ordnungsamtes, Martin Götz, aus Altersgründen aus. Zeitgleich strebte Carina Simon, Leiterin des Hauptamtes, aus privaten Gründen den Weggang an. Die Verwaltung hatte bereits im vergangenen Sommer mit der Suche nach Ersatz begonnen. Ein erster Versuch, durch die Zusammenlegung der beiden Verantwortlichkeiten eine attraktivere Stelle zu schaffen, scheiterte noch vor den großen Ferien. Von zwei Bewerbungen kam nur eine infrage, und die Kandidatin sagte ab.

Seit Anfang des Jahres leitet nun Heike Hill das Hauptamt. Juliane Hasenknopf steht seit März an der Spitze des Ordnungs- und Sozialamtes. Den Bauhof hat Ludwig Redl übernommen, und Barbara Reinicke trat im Mai ihren Dienst im Gemeindearchiv an. „Wir haben die wichtigen Stellen neu besetzt“, sagt Schaudig. Doch die Corona-Pandemie hat auch auf die Einarbeitung Auswirkungen. „Die läuft anders als gedacht.“ Zudem habe man begonnen, sich neu zu organisieren. „Wir sind gerade dabei, intern zu eruieren, wie wir das Aufgaben-Portfolio am besten umsetzen, ob das vorhandene Personal das leisten kann.“

Bedarf im IT-Bereich

Rund 170 Mitarbeiter zählt die Planegger Gemeindeverwaltung, zwei Vollzeitstellen sind in der Informations- und Kommunikationstechnik angesiedelt. „Im IT-Bereich haben wir Handlungsbedarf. Das reicht einfach nicht“, sagt Schaudig. Zum einen müsse konzeptionell vorausdenkend geplant werden, zum anderen sei es das tägliche Geschäft, technische Probleme zu lösen.

Dass coronabedingt mehr Mitarbeiter ins Homeoffice wechselten, stellte sich als Herausforderung dar. „Unsere IT-Struktur war nicht darauf ausgerichtet, so viele mobile Arbeitsplätze vorzuhalten.“ Hinzu kam die Verantwortung als Sachaufwandsträger der beiden Grundschulen in Planegg und Martinsried, wo durch die staatlich angeordnete Schließung im März auf einmal alles auf digitales Lernen hinauslief. „Das muss organisiert werden“, sagt Schaudig.

Ob zusätzliches Personal in der Informations- und Kommunikationstechnik eingestellt werden soll, oder es auf eine Vergabe von Arbeiten an eine Fremdfirma hinausläuft, ist noch nicht entschieden. Nach den guten Erfahrungen mit dem Homeoffice, sei es eine Überlegung wert, dauerhaft mobile Arbeitsplätze einzurichten. Das wiederum könnte Auswirkungen auf die Raumsituation im Rathaus haben. Für Schaudig steht fest: „Man muss neu denken.“

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