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Teilausschnitt des Fassadenentwurfs für das Bike&Ride-Gebäude am Bahnhof.  

Bebauungsplan für künftigen Bike&Ride-Komplex auf den Weg gebracht

Pro Wohneinheit ein halber Autostellplatz

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Der Bebauungsplan für den künftigen Bike&Ride-Komplexam Planegger Bahnhof ist auf den Weg gebracht. Der Ausschuss für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr des Gemeinderats fasste am Montag mit 8:1 Stimmen den Aufstellungsbeschluss und billigte den vorliegenden ersten Entwurf.

Planegg - Bevor sich die Gemeinde an die Neubebauung im Norden des Bahnhofsareals macht, wo bis zum Sommer 2018 der Gasthof zur Eiche stand, nimmt sie sich der südwestlichen Fläche an. Das Grundstück wird im Westen durch die Gleisanlagen begrenzt, im Norden durch die S-Bahnunterführung, im Osten durch den Parkplatz der Gaststätte Heide-Volm mit Biergarten und im Süden durch das Gelände der Kraillinger Gleisbau-Firma Emeran Braun. Auf der Fläche parallel zu den Schienen sollen ein Fahrradparkhaus mit Kiosk sowie in den Obergeschossen Wohnungen entstehen. Der Siegerentwurf des Fassadenwettbewerbs 2018 für das gesamte Bahnhofsgelände, erstellt von Professor Florian Burgstaller, sieht fürs Bike&Ride eine Dreigliedrigkeit vor. Während im Ideenwettbewerb zwei Jahre zuvor ein Gebäude an der Stelle vorgesehen war, sind es nun drei im Erdgeschoss miteinander verbundene, die zwischen zwei (im Süden) und vier Stockwerke (im Norden an die Unterführung angrenzend) haben. Dort soll neben 500 Stellplätzen für Fahrräder samt Möglichkeit zur Radreparatur und Aufladestellen für E-Bikes auch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Ziel ist außerdem, Bahnhofskiosk und Bahnschalter zu integrieren. Rund um den Baukörper ist ein Grünstreifen vorgesehen, zwischen Bahngelände und Gebäude wird ein zwei Meter hoher Metallzaun errichtet.

Video: München macht Parkplätze zu Fahrradwegen 

Nur die Hälfte der sonst üblichen Stellplätze

Pro Wohneinheit ist ein halber Autostellplatz geplant. „Ein wichtiges Ziel ist, den Individualverkehr zu reduzieren“, sagte Bauamtsmitarbeiterin Margit Eusemann im Ausschuss. Deswegen habe man sich dazu entschlossen, nur die Hälfte der sonst üblichen Stellplätze anzusetzen. Im nördlichen der drei Baukörper ist bei einer Grundfläche von 300 Quadratmeter eine Geschossfläche von 1050 Quadratmetern möglich, im Rest sind es bei 1000 Quadratmeter Grundfläche 1750 Quadratmeter. Die Geschossflächenzahl (GFZ) liegt bei 1,8. Eusemann: „Wir überschreiten die laut Bauordnung zulässige GFZ von 1,2. Das kann man machen, wenn es ordentlich begründet ist.“ Ein Argument sei, dass in direkter Nähe zum Bahnhof eine gewisse Dichte zu erreichen sei.

Hans-Christian Haugg (FDP), der als Einziger den Entwurf ablehnte, hielt die flache Dachgestaltung für „überflüssig“. Er wünschte sich ein steileres Dach und damit einhergehend mehr Wohnraum. „Nach intensiven Beratungen mit dem Landratsamt steht fest, dass die Geschossfläche nicht mehr wird“, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann. Werde höher gebaut, würden die Gebäude schmäler. 

Im Sommer vergangenen Jahres fiel die Entscheidung für den Burgstaller-Entwurf.

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