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Applaus für Ludwig Götz: Der Kirchenmusiker von St. Elisabeth wurde im Gottesdienst auf bewegende Weise in den Ruhestand verabschiedet. 

St. Elisabeth Planegg verabschiedet Kirchenmusiker

Stehender Applaus für Ludwig Götz

Nach 40 Jahren  als  Kirchenmusiker in St. Elisabeth in Planegg ist Ludwig Götz am Montag feierlich verabschiedet worden. Am Ende standen alle auf, um ihm zu applaudieren.

Planegg– „Erscheinung des Herrn“ ist ein Hochfest der Kirchen aller Konfessionen. Volkstümlich geworden als „Heilig Drei Könige“ blieb es in Bayern bis heute ein öffentlicher Feiertag. In jedem seiner 40 Dienstjahre als hauptamtlicher Kirchenmusiker der Pfarrei St. Elisabeth Planegg gestaltete Ludwig Götz diesen Abschluss des Weihnachtsfestkreises besonders mit Gesangs- und Instrumentalsolisten. Am diesjährigen 6. Januar erlebte er ihn jedoch zum ersten Mal als Gottesdienstbesucher von der Kirchenbank aus: Eine stattliche Zahl befreundeter Musiker hatte die musikalische Gestaltung übernommen, da der Termin zugleich für Götz’ Verabschiedung durch den Pfarrverband gewählt worden war. Volles Haus und musikalische Überlänge waren die Folge.

Von der Werktagsmesse bis zum Hochamt

Pfarrer Johannes von Bonhorst hob die herausragenden Verdienste seines hoch engagierten Mitarbeiters hervor, der von der bescheidenen Werktagsmesse bis zum festlichen Hochamt als Organist und Chorleiter, von der musikalischen Früherziehung im Kindergarten bis zur Leitung professioneller Solisten, als Sprecherzieher und Schauspieler seine vielseitigen Begabungen über vier Jahrzehnte hinweg in den Dienst der Kirchenmusik gestellt habe. Auch seinen ganz persönlichen Dank für die optimale Zusammenarbeit brachte von Bonhorst mehrfach zum Ausdruck.

Achim Thomas dankte als Pfarrgemeinderatsvorsitzender dem scheidenden Kirchenmusiker ebenfalls im Namen des ganzen Pfarrverbands und würdigte insbesondere dessen Einsatz für die Jugend und die Mitwirkungsmöglichkeiten von musikalischen Laien.

Ludwig Götz dankte in einer bewegten einminütigen Replik allen Pfarreiangehörigen für ihre Unterstützung. Mehrere Minuten dauernder stehender Applaus war deren Antwort – gewiss kein häufiges Ereignis am Ende eines Gottesdienstes.

ts

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