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Die Tröge mit Gemeindewappe n, wie hier in der Bahnhofstraße, hat die Gemeinde eigens anfertigen lassen. Im Hintergrund links ist eine Blumenampel zu sehen.  

Gemeinde lässt sich Grünpflege 150000 Euro jährlich kosten

Planegger Blütenpracht

Für Liebhaber schöner Blumen dürfte das Planegger Gemeindegebiet ein wahres Paradies sein. Auf mehreren Ebenen drängen sich Blüten unterschiedlichster Farben und Sorten. Die Gemeindeverwaltung scheut keine Kosten und Mühen.

Planegg – Sowohl in Martinsried als auch in Planegg finden sich zahlreiche anthrazitfarbene Tröge, versehen mit einer Eule, dem Wappentier der Gemeinde. Im Gegensatz zum Vorgängermodell sind die neuen Tröge deutlich leichter. „Dadurch lassen sie sich besser versetzen, zum Beispiel an Festtagen“, sagt Martina Dorn vom Bauamt.

Rund 28 000 Euro hat sich die Gemeinde die eigens von einem Schlosser angefertigten Tröge kosten lassen. Bepflanzt sind sie mit Hängepetunien, Schneeflockenblumen sowie hochstämmigen Dipladenien. Letztere sind hauptsächlich in Südamerika beheimatet und zeichnen sich durch ihre exotischen Blüten aus. „Heuer sind die Blumen besonders schön aufeinander abgestimmt“, so Dorn.

Die Beete in der Planegger Bahnhofstraße sind vielfältig bepflanzt. Dort finden sich in diesem Sommer Eisenkraut, Myrte, Dahlien, Prachtkerze, Sonnenhut, Salbei und Köcherblümchen. Für die Pflege zeichnet der Planegger Bauhof verantwortlich. Aufgrund der hohen Temperaturen war der Aufwand in diesem Sommer besonders groß. Zweimal täglich hat ein Mitarbeiter in den vergangenen Wochen sämtliche Beete und Tröge gegossen.

„Die Blumen sind der Gemeinde einiges wert“, sagt Alexander Veit, neuer Leiter des Planegger Betriebshofs. Und auch Martina Dorn bestätigt: „Es ist sehr aufwändig, wenn man es so schön haben will.“ Allein die Grünpflege auf dem Marktplatz kostet pro Jahr rund 10 000 Euro.

Neben den Beeten gibt es in der Bahnhofstraße sogenannte Flower Baskets. Die Blumenampeln sind deutlich über Kopfhöhe an den Laternen befestigt und sorgen mit Hängepetunien und Perlagonien für einen zusätzlichen Hingucker. Die Idee dazu hatte Bärbel Zeller, Wirtschaftsreferentin der Gemeinde. Ziel war es, die Einkaufsmeile noch weiter aufzuwerten. „Das ist ja auch unser Aushängeschild“, so Dorn.

Die Blumenampeln stammen von einer holländischen Firma, die auch für die Bepflanzung und Pflege zuständig ist. Im Winter sind die Flower Baskets mit frostharten Pflanzen wie Efeu bestückt. Die Kosten betragen pro Jahr 8800 Euro. Insgesamt investiert die Gemeinde jährlich rund 150 000 Euro in die Grünpflege.

Aber auch Gräfelfing macht seinem Ruf als Gartenstadt alle Ehre. Überall locken kleine Beete mit Rosen und Lavendel. „Die müssen natürlich auch gepflegt werden“, sagt Roland Strecker von der Gemeindeverwaltung. Erst kürzlich hat die Gemeinde zwei neue Gärtner eingestellt. Seitdem kümmern sich fünf Mitarbeiter um ein blühendes Gräfelfing. Um es in seiner ganzen Pracht genießen zu können, braucht es durchaus ein wenig Muße. Strecker: „Manche Blumen sieht man erst auf den zweiten Blick.“

Karin Priehler

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