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Wirt Georg Heide will verbindlich wissen, wie viel Baurecht er von der Gemeinde bekommt.

Bahnhof Planegg

Verhandlungen mit Heide-Volm festgefahren

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Planegg – Die Verhandlungen zwischen den Eigentümern des Heide-Volm und der Gemeinde Planegg schienen schon auf einem guten Weg. Doch jetzt stocken die Gespräche. Die Planung für das Bahnhofsumfeld kommt nicht weiter voran, obwohl beide Parteien ähnliche Ziele haben.

Die Gemeinde braucht für ihre Vorstellungen eines neuen Bahnhofsumfelds einen Teil des Parkplatzes des Heide-Volm. Im Gegenzug sollen die Eigentümer des Ausflugslokals ein anderes Teilgrundstück erhalten. Sie planen, den Festsaal der Gaststätte abzureißen und Räume für einen Supermarkt zu bauen.

Flächen für neuen Einzelhandel am Bahnhof wünscht sich auch die Gemeinde, und würde das nötige Baurecht wohl einräumen. Eine grundsätzliche Annäherung hatte sich bereits abgezeichnet, das Heide-Volm nahm für 2017 vorsichtshalber schon keine langfristigen Buchungen für seinen Festsaal mehr an, damit der Abriss jederzeit hätte beginnen können. Doch dann gerieten die Verhandlungen wieder ins Stocken.

Im Juli entschied der Gemeinderat trotzdem, einen neuen Bebauungsplan für das Bahnhofsumfeld aufzustellen, obwohl eine Zusage der Eigentümer über einen Grundstückstausch immer noch ausstand. Man könne die Ziele des Bebauungsplans – das Bahnhofsumfeld attraktiver machen, die Verkehrsströme entzerren und neuen Wohnraum schaffen – auch ohne einen Grundstückstausch umsetzen, hatte Bürgermeister Heinrich Hofmann damals gesagt und offenbar gehofft, die Eigentümer würden reagieren, um im laufenden Verfahren ihre Interessen zu wahren.

Doch der Gastronom und Wiesnwirt Georg Heide hat sich bis heute nicht bewegt. Er erwartet bei den nötigen Absprachen einen Grad an Verbindlichkeit, den die Gemeinde offenbar nicht gewähren will. „Ich muss vorher wissen, wie viel Baurecht ich haben werde“, sagt Heide. Er fürchte, dass Verträge mit Mietern des Supermarktes schon unwirksam werden können, wenn am Ende nur ein paar Quadratmeter Ladenfläche verloren gingen. Ohne absolute Sicherheit werde er nichts am Bestand ändern und keinem Grundstückstausch zustimmen.

Für die Gemeinde ist eine verbindliche Zusage an Heide aber scheinbar problematisch. Nach den üblichen Verfahren müsste der Bebauungsplan, in dessen Umgriff Gaststätte und Parkplatz liegen, auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit durchlaufen. Eventuelle Einwendungen von Bürgern und Behörden, oder gar Klagen, könnten dann Änderungen nötig machen. Andererseits will die Gemeinde trotz des Beschlusses vom Juli nicht voreilig tiefer in die Planung einsteigen. Ohne Einbeziehung des Heide-Volm bleibt jedes Konzept für das Bahnhofsareal Stückwerk.

„Ich gehe nicht davon aus, dass schnell etwas passiert“, sagt Heide, die Anwälte würden aber weiter miteinander reden. Noch hat man die Hoffnung auf eine gemeinsame Lösung nicht aufgegeben.  sr

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