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Die Gemeinde Planegg will über Gräfelfinger Gebiet einen Radschnellweg von Martinsried nach Steinkirchen bauen.

Verbindung zwischen U-Bahn und Gewerbegebiet Steinkirchen

Trasse für Radler und Elektrobus

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Die Gemeinde Planegg will einen Radschnellweg bauen, der über Gräfelfinger Gebiet führt. Die Nachbarkommune ist einverstanden. Nach jahrelanger Vorarbeit geht es jetzt an den Kauf der nötigen Grundstücke.

Planegg – Die Grundstücksfrage ist geklärt, auch die Nachbargemeinde Gräfelfing hat ihr Einverständnis signalisiert: Planegg ist auf dem besten Weg, den seit Jahren verfolgten Radschnellweg zwischen dem Ortsteil Martinsried und dem Gewerbegebiet Steinkirchen zu verwirklichen.

2010 verabschiedete der Planegger Gemeinderat ein Gesamtverkehrskonzept für Martinsried. Erarbeitet hatte es das Schweizer Ingenieurbüro Basler. Neben einer Entlastung der Lochhamer Straße und der Absage an eine Tiefgarage an der künftigen Martinsrieder U-Bahn-Haltestelle legten die Planer den Fokus auf den nicht-motorisierten Verkehr. Bestandteil des Konzeptes war eine Langsamfahrtrasse zwischen Martinsried und Steinkirchen, also ein befestigter Weg für den nicht-motorisierten Verkehr. „E-Bikes dürfen da natürlich auch fahren“, sagt Ursula Janson vom Bauamt.

Eine kurze Verbindung über Felder und Wiesen zwischen dem westlichen Ende der Martinsrieder Bebauung und der Semmelweisstraße soll Angestellte mit Arbeitsplatz in Steinkirchen dazu animieren, ihr Auto stehen zu lassen. Einer Befragung der Gemeinde zufolge wohnt ein Großteil der in Steinkirchen Beschäftigten in München. Sobald die U-Bahnhaltestelle Martinsried in Betrieb genommen ist, könnten sie mit der U6 nach Martinsried und die letzten rund 2,5 Kilometer von der Haltestelle bis Steinkirchen mit dem Rad zurücklegen. Da das Gräfelfinger Gemeindegebiet zwischen Steinkirchen und Martinsried eine Ausbuchtung nach Süden hat, verläuft ein Großteil der Radtrasse über Gräfelfinger Flur.

Das Planegger Bauamt machte sich zunächst daran, grundsätzliche Fragen nach dem günstigsten Verlauf der Trasse, ihrer Länge und der Verfügbarkeit der Grundstücke zu klären. Die Verhandlungen mit den Eigentümern der Grundstücke in idealer Linie erwiesen sich als kompliziert. Janson fand eine Trassenführung, die es erlaubt, nur mit einigen wenigen Grundstückeigentümern zu verhandeln. Diese zeigten sich bereit, die notwendigen Flächen abzutreten. „2017 haben wir einen Durchbruch erreicht“, sagt Janson.

Nun wurde die Gemeinde Gräfelfing um Zustimmung zum Bau der Trasse auf ihrem Gebiet gebeten. Gleichzeitig fragte man an, ob sich Gräfelfing vorstellen könne, auf dieser Trasse auch einen elektrisch betriebenen Kleinbus zu akzeptieren. Der Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen des Gräfelfinger Gemeinderates stimmte dem Projekt Ende November mit 5:3 zu, unter der Bedingung, in den Planungsprozess miteinbezogen zu werden.

Ein knappes halbes Jahr später ist Planegg schon wieder einen Schritt weiter. „Wir sind dabei, die Flächen zu kaufen“, sagt Janson. In naher Zukunft soll ein Büro mit der Planung beauftragt werden. Geplant werden soll relativ großzügig und attraktiv mit Bäumen an den Seiten der Trasse und Beleuchtung. Janson betont: „Das ist wirklich nicht als Straße gedacht, sondern nur für den nicht-motorisierten Verkehr und eventuell einen Elektrobus.“

Ziel ist, die Radwegverbindung hergestellt zu haben, sobald die U-Bahn nach Martinsried fährt. Nach optimistischen Schätzung könnte der Probebetrieb 2023/24 beginnen, fünf Jahre nach Unterzeichnung der Verträge zur Verlängerung der U6 von Großhadern nach Martinsried durch den Planegger Gemeinderat im vergangenen Herbst.

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