+
Hin und zurück durch die Röntgenstraße: Der Bus 259 wird keine Schleife über die Käthe-Kollwitz-Straße fahren. 

Beschluss aufgehoben

Rolle rückwärts bei 259er-Bus

  • schließen

Die Anwohnerproteste haben Erfolg gezeigt: Der 259er-Bus wird nicht durch die Käthe-Kollwitz-Straße fahren.

Planegg– Nun ist man dort angelangt, wo man vor einem Jahr schon einmal war. Der Ausschuss für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr (UBV) hatte im Juli 2016 mehrheitlich dafür gestimmt, den im Dezember 2018 in Betrieb gehenden 259er von Pasing nach Martinsried nach der Überquerung der Würmtalstraße von der Lochhamer in die Fraunhoferstraße abbiegen zu lassen und über die Röntgenstraße zum südlichen Ende der Lena-Christ-Straße zu führen, wo auf einer Freifläche Richtung Campus eine mit 50 000 Euro veranschlagte Wendeschleife gebaut werden sollte. Als Anwohner der Lena-Christ-Straße beharrlich nach einer anderen Lösung verlangten, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann im Winter einer erneute Prüfung von Alternativen zu.

Im Mai schwenkte der UBV auf den Verzicht auf die Wendeschleife und eine Linienführung zurück durch die Käthe-Kollwitz-Straße um, die dafür zur Einbahnstraße werden sollte. „Ich habe dafür gestimmt, weil vorhandener Straßenraum als Wendeschleife genutzt werden sollte“, sagte Gerhard Schleburg (CSU) am Donnerstag im Gemeinderat. „Ich bin aber auch kein Sturkopf.“

Wie Schleburg zeigten sich alle im Rund bereit, erneut über das Thema zu diskutieren. Notwendig gemacht hatte dies ein von sieben Gemeinderäten unterzeichneter Nachprüfungsantrag. Zudem hatten Martinsrieder Bürger 189 Unterschriften gegen eine Führung durch die Käthe-Kollwitz-Straße übergeben.

Der UBV-Beschluss vom Mai wurde einstimmig aufgehoben, womit automatisch der Beschluss vom Juli 2016 wieder Gültigkeit besaß. Quer durch die Fraktionen wurden neue Anträge gestellt. Nicht durchsetzen konnte sich die FDP, die eine Linienführung auch durch das kurze Stück Lena-Christ-Straße ablehnte. „Es ist für mich ein klares Tabu, einen Bus durch ein Wohngebiet zu führen“, erklärte Hans-Christian Haugg. Die Idee, im Ortszentrum eine Endhaltestelle zu schaffen und über den demnächst entstehenden Minikreisel von der Röntgen- in die Lochhamer Straße abzubiegen, wurde mit 17:6 Stimmen abgelehnt. „Mir ist die Haltestelle in der Lena-Christ-Straße wichtig, weil von dort der Campus gut erreichbar ist“, sagte Roman Brugger (SPD). Seine Fraktion sprach sich nur dafür aus, auf eine Haltestelle in der Röntgenstraße zu verzichten, um dort keine Parkplätze opfern zu müssen. Das fiel mit 12:11 Stimmen durch. Einzig Michael Book konnte eine 14:9-Mehrheit für seine Idee gewinnen, die Haltestelle in der Röntgenstraße weiter in Richtung neues Ärztehaus zu verschieben, um eine bessere Verknüpfung mit anderen Buslinien zu erreichen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Müller-BBM wächst weiter
Sieben Jahre nach der letzten Erweiterung plant Müller-BBM ein weiteres Bürogebäude am Stammsitz Planegg. Für weitere Bauabschnitte gibt es schon Überlegungen.
Müller-BBM wächst weiter
Deutscher Pass beliebter denn je
Die Deutsche Staatsbürgerschaft erfreut sich in der Region wachsender Beliebtheit. Auch bei Briten. Im Würmtal halten sie sich aber noch zurück.
Deutscher Pass beliebter denn je
Fairer Handel am Kurt-Huber-Gymnasium
Das Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium (KHG) trägt neuerdings den Titel einer „Fair-Trade-School“. Die praktische Umsetzung im Alltag ist nicht ganz einfach.
Fairer Handel am Kurt-Huber-Gymnasium
Neuer Eigentümer schließt ersten Vertrag
Die Tanks des Kraillinger Tanklagers sind so gut wie leer. Jetzt steht auch fest, was künftig auf dem Gelände passieren soll.
Neuer Eigentümer schließt ersten Vertrag

Kommentare