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„Endstation Klinikum“ wird es auf der U6 noch länger heißen. Warum das so ist, darüber wird gestritten.

Sachstandsbericht des Landkreises

Streit um Verzögerungen beim U-Bahn-Bau

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Die Kreis-SPD fordert von Landrat Christoph Göbel (CSU) mehr Einsatz bei der Verlängerung der U6 nach Martinsried. Göbel und auch die Gemeinde Planegg widersprechen.

Planegg – Über den Fortgang der Verhandlungen in Sachen U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried war in den vergangenen zweieinhalb Jahren zeitweise wenig zu hören. Seit der grundsätzlichen Einigung über die Lastenverteilung zwischen dem Freistaat, der Landeshauptstadt und dem Landkreis München sowie der Gemeinde Planegg im Herbst 2014 werden die Details verhandelt. Das gestaltet sich zäher als von einigen erwartet. Einzelheiten wurden nur tröpfchenweise bekannt gegeben, wohl auch um die Verhandlungen nicht zu erschweren. Das führt aber auch dazu, dass sich inzwischen viele fragen, ob das Projekt nicht in Gefahr ist.

In den öffentlichen Unterlagen zur gestrigen Sitzung des Mobilitätsausschusses des Münchner Kreistages fand sich nun ein Sachstandsbericht aus Sicht des Landratsamtes. Darin wird als ein Haupthindernis die noch immer ausstehende Genehmigung der Projektgesellschaft durch die Finanzbehörden genannt, aber auch die Gemeinde Planegg, die Eigentümerin der Gleise und des neuen Bahnhofs werden soll, aufgefordert, sich bald mit der MVG über die Höhe der Pacht für die Nutzung der Strecke zu einigen. Das nahm die SPD-Kreistagsfraktion zum Anlass, um Landrat Christoph Göbel (CSU) in einer vorab verbreiteten Pressemitteilung vorzuwerfen, er wolle der Gemeinde damit „den Schwarzen Peter dafür zuschieben, dass bei der U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried nichts vorangeht.“ Fraktionssprecherin Ingrid Lenz-Aktas wiederholte den Vorwurf im Ausschuss und schob nach, der Kreis könne die Gemeinde nicht alleine lassen.

Göbel konterte, man stehe in ständigem Kontakt mit der Gemeinde. Dass man die Verantwortung für die Verzögerungen weiterschieben wolle, sei falsch. Die Veröffentlichung des Sachstandsberichts sei überhaupt nur Folge der Schuldzuweisungen durch Annette Ganssmüller-Maluche (SPD). Die Stellvertretende Landrätin, die 2014 in der Stichwahl gegen Göbel unterlegen war, wird in einem Zeitungsartikel vom Mai zitiert, hätte sie „die Wahl gewonnen, hätte es den Spatenstich für die U-Bahn nach Martinsried schon gegeben.“

Die Projektverantwortlichen in Planegg wollen auf diesen Zug nicht aufspringen. Es habe vor einigen Wochen nur einmal etwas Aufregung um die Frage gegeben, wer denn die Gebühren für die notwendige Prüfung durch die Finanzämter übernehmen solle, sagt Stefan Schaudig, Geschäftsführer im Planegger Rathaus. Das sei jetzt geklärt.

Zur Aufforderung, mit der MVG über den Pachtzins zu verhandeln, sagt Schaudig, das wolle man bald wieder tun. Bisher habe man hier keine Dringlichkeit gesehen. Das sei sicher keine Frage, die über Gelingen oder Scheitern des Projekts entscheide. Hier habe man das Landratsamt, das mehr Erfahrung habe mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, um Unterstützung gebeten und diese auch zugesagt bekommen.

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