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Boden und Decke der Tiefgarage sind laut Ingenieurbüro noch gut in Schuss.

Tiefgarage am Marktplatz

Sanierung kostet 3,7 Millionen Euro

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Die Sanierung der Tiefgarage unter dem Planegger Marktplatz kostet mindestens 2,78 Millionen Euro. Fachplaner empfehlen dringend weitere Maßnahmen für rund 900 000 Euro. Das Tausalz hat neben den Stützen auch die Wände angegriffen.

Planegg– Die Tiefgarage stammt aus den Jahren 1982 bis 1984. 2011 stellte das Ingenieurbüro Suess Staller Schmitt in einem Sachverständigengutachten fest, dass die Betonstützen durch das Tausalz, das Winter für Winter an den Autoreifen haftend in die Tiefgarage gelangt, stark in Mitleidenschaft gezogen waren. Das Büro riet zu einer zeitnahen Sanierung. Die Wände, so Planeggs Pressereferentin Martina Sohn auf Anfrage, seien damals „sicher schon“ beschädigt gewesen, aber nicht so extrem, dass man die Schäden gesehen hätte.

Im März dieses Jahres erstellte Suess Staller Schmitt ein weiteres Gutachten und untersuchte auch die Wände. Von ihnen platzt inzwischen ebenfalls Beton ab. Bei fortschreitender Korrosion könnte der Substanzverlust die Tragfähigkeit gefährden. Laut Gemeindeverwaltung darf man sich noch zehn Jahre Zeit lassen, bis auch die Wände fällig sind. Beides soll nun aber gleichzeitig saniert werden.

„Beton mechanisch abzutragen, ist bei der Menge an Stützen und Wänden ein sehr hoher Aufwand“, sagte Markus Staller, als im jüngsten Gemeinderat die Entwurfsplanung für die Sanierung vorgestellt wurde. Mit Höchstdruckwasserstrahl soll von Stützen und Wänden ab der Oberkante des Fundamentes 50 Zentimeter Betonbelag abgetragen werden. Da laut Staller „der Schaden auch nach unten geht“, umfasse der geschädigte Bereich insgesamt 80 bis 90 Zentimeter. Staller: „Die Stützen sind so schlecht beieinander, dass sie abbröckeln, wenn man mit dem Fuß dagegen stößt.“ Insgesamt hielten sich die Schäden allerdings für das Alter der Tiefgarage in Grenzen. „Ein Neubau ist deutlich teurer als eine Sanierung. Die Garage hat viele Elemente, die sehr gut sind wie Boden und Decke.“ Der extrem hohe Wasserdruck, mit dem bei der Sanierung gearbeitet wird, zieht die Beleuchtung, Abwasserleitungen und andere Bestandteile der Tiefgarage in Mitleidenschaft. Diese müssen erneuert werden.

Das Büro Dorn Architekten und Ingenieure (DAI) präsentierte eine Untersuchung zu Brandschutz und Benutzerfreundlichkeit der Garage und riet unter anderem zu einem zusätzlichen Treppenhaus am westlichen Ende des Tunnels, der drei Privatgaragen an die Marktgarage anschließt, einer Brandmeldeanlage, barrierefreien Zugängen, der Sanierung der Toilettenanlage und einem Leitsystem. „Insgesamt ist die Garage nicht sehr nutzerfreundlich“, so Geschäftsführer Bernd Callsen. Eine Notrufsäule und eine Ladestation für Elektroautos stehen ebenfalls auf der Liste.

Das Bauamt rechnet damit, dass Ausschreibung und Planung zwei Jahre beanspruchen. Zwei weitere Jahre sind für die Maßnahme angesetzt. Da abschnittsweise gearbeitet werden soll, ist die Nutzung der Tiefgarage mit Einschränkungen durchgehend möglich. 100 der insgesamt 186 Stellplätze sind öffentlich. Von den Sanierungskosten entfallen 70 Prozent auf die Gemeinde, 30 Prozent auf die anderen Stellplatzeigentümer.

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