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Großes Interesse an den Neubauten in der Josef-Beyerl-Straße gab es nicht nur beim Richtfest.

Vergaberichtlinien beschlossen

Punkte sammeln für die Wohnung

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Die Nachfrage nach den neuen seniorengerechten Gemeindewohnungen in Planegg übersteigt das Angebot um ein Vielfaches: Jetzt steht fest, wer eine Chance hat, als Mieter einzuziehen. 

Planegg– Die Vergaberichtlinien für die 18 im Bau befindlichen günstigen seniorengerechten Wohnungen in der Josef-Beyerl-Straße  8 sind beschlossen. Der Planegger Gemeinderat stand am Donnerstag unter Zeitdruck, denn im Januar sollen die Bewerbungsunterlagen an die Interessenten verschickt, Ende Februar die Wohnungen vergeben werden. Als Bezugstermin ist der 1. Juli angesetzt.

Die Baugesellschaft München-Land errichtet die Wohnanlage, das Belegungsrecht liegt bei der Gemeinde. Wer dort einziehen möchte, hat bestimmte Kriterien zu erfüllen: Er muss mindestens fünf Jahre ununterbrochen den Hauptwohnsitz in Planegg haben beziehungsweise höchstens fünf Jahre nicht mehr in Planegg mit Hauptwohnsitz gemeldet sein. Oder er hat mindestens zehn Jahre den Hauptarbeitsplatz bis zum Rentenbeginn in der Gemeinde gehabt. Sein Einkommen darf nicht mehr als 60 Prozent über den Einkommensrichtlinien für Wohnraumförderung liegen. Der Bewerber darf kein Wohneigentum und kein baureifes Grundstück besitzen. Außerdem muss er das Rentenalter erreicht haben oder in weniger als einem Jahr erreichen.

Sind die Bedingungen erfüllt, lassen sich in verschiedenen Bereichen Punkte sammeln, etwa wenn eine Pflegebedürftigkeit gegeben ist oder eine gemeindliche Mietwohnung durch den Umzug freigemacht wird. Die Maximalzahl von jeweils 20 Punkten für ein Kriterium erreicht, wer besonders lange seinen Hauptwohnsitz in Planegg hat beziehungsweise seinen Hauptarbeitsplatz.

Fritz Haugg (FDP), Behindertenreferent der Gemeinde, forderte, auch eine Vergabe an Behinderte zu ermöglichen, die nicht das Rentenalter erreicht haben. Die Mehrheit schloss sich jedoch der Meinung von Ralf Tatzel (SPD-Fraktion) an, der „das Konzept nicht verwässern“ wollte. „Es geht ja nur um eine Hand voll Wohnungen.“ Auch eine Härtefallregel, die Einzelfallentscheidungen abweichend von den Richtlinien erlaubt, wie sie Christian Haugg (FDP) beantragte, wurde abgelehnt, als der beratende Rechtsanwalt Stephan Figiel dies „rechtswidrig“ nannte. Angenommen wurde Christian Hauggs Antrag, dass alle drei Jahre überprüft wird, ob die Voraussetzungen für die Wohnungsvergabe noch vorliegen.

Derzeit liegen bei der Gemeinde 85 Bewerbungen für die 18 Wohnungen vor. Besonders die kleineren Eineinhalb-Zimmer-Wohnungen sind gefragt.

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