Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto

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Wenig Platz: Damit in der Käthe-Kollwitz-Straße ein Bus fahren könnte, wäre eine Einbahn-Regelu ng nötig.

Nachprüfung beantragt

Weiter Kritik an Bus 259

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Der geplante Bus 259 durch Martinsried beschäftigt am Donnerstag erneut die Planegger Gemeinderäte. Anwohner sammeln Unterschriften, um die Linienführung zu ändern. Einen Teil der Gemeinderäte haben sie auf ihrer Seite.

Planegg – An der Führung der Buslinie 259 gibt es seit fast einem Jahr Kritik. Vor der mittlerweile dritten Abstimmung über die geplante Verbindung von Pasing nach Martinsried wird sie jetzt noch mal lauter. Anwohner wollen Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) heute Nachmittag gesammelte Unterschriften übergeben, CSU und FDP melden sich mit einer Pressemitteilung zu Wort. Die Fraktionen beklagen, dass die Streckenvariante durch die Käthe-Kollwitz-Straße, die derzeit Beschlusslage ist, unnötig Dreck, Lärm und Unfallgefahr für ein Wohngebiet mit sich bringen würde. Zudem würden die ohnehin knappen Parkplätze für die Anwohner noch weniger werden.

Mit ähnlichen Argumenten hat eine Gruppe von Anliegern aus der Käthe-Kollwitz-Straße und der Lena-Christ-Straße nach eigenen Angaben 150 Unterschriften von Betroffenen gesammelt. Sie hoffen, dass es noch eine andere Lösung gibt oder „zumindest eine Rückkehr zum ursprünglichen Beschluss“, sagt Mit-Initiator Andreas Schalhorn.

Die Linie 259 soll ab Herbst 2018 vom Bahnhof Pasing über das Lochhamer Gewerbegebiet nach Martinsried führen. Im Juli 2016 beschloss der Verkehrsausschuss einstimmig, dass die Busse von der Lochhamer Straße in die Fraunhoferstraße und dann über die Röntgen- in die Lena-Christ-Straße fahren sollen. Dort, wo die Lena-Christ-Straße nach Norden abknickt, sollte auf freier Wiese eine Schleife entstehen, wo die Busse umdrehen und die Fahrer Pause machen können.

In der Folge kritisierten einige Gemeinderäte und Martinsrieder Bürger das Vorhaben. Sie wollten eine Linienführung über den Klopferspitz weiter zum Universitätsgelände oder, im Idealfall, an Martinsried vorbei zum Campus. Im Mai beriet der Verkehrsausschuss den Bus 259 erneut und beschloss mit 7:2 Stimmen den Verzicht auf die 50 000 Euro teure Wendeschleife und stattde

ssen eine Führung über die Käthe-Kollwitz-Straße zurück auf die Lochhamer Straße, wofür die Käthe-Kollwitz-Straße Einbahnstraße werden müsste.

Dass das Rathaus die Linienführung, die laut MVV „spätestens bis Juli 2017“ stehen muss, erneut auf die Tagesordnung nimmt, diesmal im Gemeinderat, ist aber wohl nicht den Anwohnerprotesten geschuldet. Sieben Gemeinderäte der CSU und der FDP-Fraktion haben eine Nachprüfung beantragt. Laut bayerischer Gemeindeordnung muss ein Beschluss aus einem Ausschuss im Gemeinderat behandelt werden, wenn ein Viertel der Gemeinderäte das binnen einer Woche fordert.

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