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„Gute Erfolge“: Der stellvertretende Leiter der PI 46  Jürgen Bigott zeigte sich mit der Aufklärungsquote zufrieden. 

Weniger Straftaten

Welle der Trickdiebstähle überstanden

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Die Zahl der Straftaten ist rückläufig, die Aufklärungsquote gestiegen. Doch was die Häufigkeit von Straftaten angeht, steht Planegg weder im Bereich der Polizeiinspektion 46 noch im Landkreis München glänzend da.

Planegg– Dass Planegg weder im Bereich der Polizeiinspektion 46 noch im Landkreis München glänzend dasteht, geht aus den Zahlen hervor, die der stellvertretende Leiter der PI 46, Jürgen Bigott, jetzt auf der Bürgerversammlung präsentierte.

2014 hatte die Dienststelle in der Planegger Josef-von-Hirsch-Straße 384 Straftaten registriert, 2018 waren es 529. Heuer dürfte man irgendwo dazwischen landen. Bisher wurden 322 Straftaten aufgenommen, vergangenes Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 408 gewesen. Damals lag mit Stichtag 30. September die Aufklärungsquote bei 51 Prozent. Das konnten die Beamten der PI 46 heuer auf 54 Prozent steigern. Bigott: „Wir haben da bisher ganz gute Erfolge erzielt.“

Überdurchschnittlich viele Straftaten in Planegg

Pro 1000 Einwohner wurden in Planegg 2018 48,87 Straftaten begangen (2017: 38,11). Damit liegt die Würmtalgemeinde über dem Durchschnitt im Landkreis München (34,17) und dem der PI 46 (33,36), in deren Inspektionsbereich sich auch Gräfelfing, Neuried, Krailling und Stockdorf befinden. „Es ist einfach so, dass wir im Würmtal kleinere Gemeinden haben, in denen es ruhiger zugeht“, sagte Bigott. Planegg stehe aber auch in Sachen Häufigkeit sehr gut da, so der Polizeihauptkommissar, vor allem im Vergleich mit der Stadt München, die auf 64,69 Straftaten pro 1000 Einwohner kommt. 2018 hatte es die PI 46 mit reichlich Trickdiebstählen zu tun. Insgesamt wurden 66 zur Anzeige gebracht. Es habe, so Bigott, eine Welle von Anrufen falscher Polizisten gegeben, dazu Übeltäter, die es mit dem sogenannten Enkeltrick versuchten. Für 2019 konnte er Entwarnung geben: Zwei Trickdiebstähle wurden bis Ende September registriert.

Bislang keine Einbrüche in Privatanwesen

Einbrüche nahm die Inspektion heuer zehn auf, vergangenes Jahr waren es insgesamt 32. In den ersten neun Monaten 2019 gab es keinen einzigen Einbruch in ein privates Anwesen, weder in eine Wohnung noch in ein Haus.

Bei all den Zahlen, die Bigott nannte, ist ihm wichtig, „dass diese Zahlen nicht die Kriminalstatistik sind, sondern der Stand der in der PI aufgenommenen Straftaten“. Es handle sich um „Anhaltszahlen“, nicht um Endwerte oder Richtwerte.

Welche Straftaten im Jahr 2018 besonders zugenommen haben, zeigt die Kriminalstatistik für das Würmtal.

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