Ortsmitte Martinsried

Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Brunnens ausgelobt

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Neuer Blickpunkt: Die Martinsrieder Ortsmitte erhält einen Brunnen. Der Gemeinderat hat dafür eine Viertelmillion Euro bewilligt. Jetzt startet ein Wettbewerb. 

Planegg – Im Münchner Stadtteil Haidhausen, zwischen dem Gasteig und der Zentrale der GEMA, ragt über sieben Meter hoch der Schalltrichter einer Tuba aus dem Boden. Oben heraus sprudelt Wasser, das zurück in den Trichter fällt und durch ein langes, geschwungenes Rohr in ein Auslaufbecken in Form eines Konzertflügels abfließt. Geschaffen hat den sogenannten GEMA-Brunnen vor fast 30 Jahren Albert Hien. Er ist einer von sieben, teils namhaften Künstlern, die Entwürfe für einen Brunnen in Martinsried einreichen sollen. Die jetzt vom Planegger Gemeinderat genehmigte Auslobung eines Künstlerwettbewerbs ist Teil des Gestaltungsprozesses für die neue Ortsmitte, in der ein Brunnen eines der wesentlichen gestalterischen Elemente werden soll.

Eine Viertelmillion Euro hat der Gemeinderat für einen Brunnen bewilligt. Rund drei Viertel dieser Summe sind für die technischen Bestandteile, ein Viertel für die künstlerische Ausgestaltung vorgesehen. Entstehen soll ein Brunnen mit Fontänen und einem Kunstwerk mit Bezug zu Martinsried, der sich „harmonisch in den Entwurf zur Platzgestaltung integrieren“ soll, heißt es in der Ausschreibung für den Wettbewerb.

Zu den ausgesuchten Künstlern gehört auch Christian Tobin, der als erster in Deutschland Kugelbrunnen baute. Seit der Garteausstellung 1983 dreht sich im Münchner Westpark eine tonnenschwere Steinkugel auf einem Sockel, gelagert auf einem dünnen Wasserfilm. In Füssen krönte Tobin Steinsäulen mit großen Basaltblöcken, die sich, von Wasser getrieben, bewegen. Die Skulpturen gleichen Riesen, die mit den Köpfen nicken. Mit Peter Lutterkord nimmt auch ein Planegger Bildhauer teil. Eine Jury aus Fachleuten, Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern soll im Juli einen Siegerentwurf küren und dem Gemeinderat zur Umsetzung vorschlagen.

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