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Eingespieltes Wiesn-Team: das Wirte-Ehepaar Georg und Renate Heide, Tochter Daniela Heide und Ehemann Pascal Heide-Nigg (v.r.). 

Wirte-Familie erzählt

Wiesn-Start: „16 Tage fit und gesund sein“

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Wenn am kommenden Samstag das Oktoberfest eröffnet wird, liegen hinter der Planegger Familie Heide viele Monate Vorbereitungen. Rund 500 Mitarbeiter packen heuer in der „Bräurosl“ mit an.

Planegg – „Wir sind mit dem Oktoberfest eigentlich elf Monate im Jahr beschäftigt, nur im Dezember nicht“, sagt Daniela Heide. Obwohl die Gastronomin schon viele Oktoberfeste miterlebt hat, ist es für sie nach eigener Aussage jedes Jahr wieder aufregend, auch wenn die Abläufe natürlich nicht neu seien. „Aber am Samstag um zwölf Uhr muss alles fertig und wir 16 Tage lang fit und gesund sein.“

Anfang Juli hatte wie jedes Jahr der Aufbau der Bräurosl begonnen. Der Abbau wird bis Ende Oktober/ Anfang November dauern. „Denn das Zelt muss natürlich immer wind- und wetterfest sein, die Küche bekommt stets einen neuen Betonboden und viele andere Arbeiten müssen erledigt werden“, sagt Daniela Heide. Die eigentliche Vorbereitung für die Wiesn beginnt stets spätestens im Januar, Reservierungen nimmt die Familie Heide schon etwa ein Jahr vorher entgegen.

Keine Neuerungen im Festzelt

Wirkliche Neuerungen gibt es dieses Jahr in der Bräurosl keine. Bei Speisen und Getränken setzt Familie Heide auf Altbewährtes. „Wir haben mit unserer Karte gute Erfahrungen gemacht, außerdem muss man natürlich auch immer an den begrenzten Platz in der Zeltküche denken, durch den nicht alles geht.“ Zum Oktoberfest gehörten bestimmte Gerichte, die die Leute erwarteten. Ein neues Bio-Gericht verkaufte sich letztes Jahr zum Beispiel nur in zweistelliger Anzahl. Bei der Musik feiern die „Südtiroler Spitzbuam“ heuer 20-jähriges Bräurosl-Jubiläum. Auch die „Ludwig Thoma Musikanten“ sind schon seit vielen Jahrzehnten in dem Zelt dabei. Größere Umbaumaßnahmen in der Bräurosl sind angedacht, werden aber erst wohl in einigen Jahren von der Brauerei realisiert.

Von den 500 Zelt-Mitarbeitern in diesem Jahr arbeiten rund 100 im Sicherheitsbereich, etwa 250 im Service und 50 in der Küche. Alle Bereiche laufen in einem Zwei-Schichten-System. „80 Prozent der Mitarbeiter sind aus den Vorjahren, die restlichen bewerben sich neu bei uns“, sagt Daniela Heide. Die Familie Heide achtet bei Bewerbungen insbesondere auf die jeweilige Qualifikation im Hinblick auf Volksfesterfahrungen etwa in Augsburg oder Stuttgart. „Mit einer solchen Erfahrung ist der Einstieg auf der Wiesn einfach leichter“, sagt Daniela Heide. Innerhalb der Familie ist die Arbeitsteilung bewährt: Daniela Heide kümmert sich um die Buchhaltung und Reservierungen. Ehemann Pascal Heide-Nigg um die Küche. Mutter Renate Heide ist für die Gäste und Bedienungen zuständig. Vater Georg „macht den Chef“.

Auch Mitarbeiter aus dem Heide-Volm aud der Wiesn dabei

Fünf Mitarbeiter aus der Planegger Gaststätte Heide-Volm sind auch auf der Wiesn im Einsatz, da ihnen die Arbeit dort Spaß macht. Während der zwei Wochen Oktoberfest hat die Gaststätte natürlich normal geöffnet. „Meine Mutter schaut vielleicht vormittags mal kurz vorbei, ansonsten haben wir glücklicherweise ein so tolles Team, dass das Heide-Volm auch zwei Wochen ohne uns problemlos funktioniert“, sagt Daniela Heide. Während früher eine Reihe von Geräten aus der Gaststätte zwei Wochen lang in der Bräurosl verwendet wurden, wird die Technik nun größtenteils geleast, damit diese im Heide-Volm nicht fehlt.

Für abends sind keine Reservierungen in der Bräurosl mehr möglich, da alles voll ist. „Unter der Woche mittags geht schon noch etwas“, sagt Daniela Heide. Die Familie achte bei Reservierungen stets darauf, „Stammgästen, die vielleicht seit 80 Jahren bei uns sind, natürlich ihre Plätze zu garantieren, aber auch neue Gäste unterzubringen“, so Daniela Heide.

Lesen Sie auch: So bewerten die Wirte aus dem Würmtal die diesjährige Biergarten-Saison.

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