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Eine Hummel landet auf einer blühenden Phacelia. Die Pflanze wird auch Bienenfreund oder Bienenweide genannt und zieht viele Insekten an. 

Bürger haben 20 Kilo Saatgutmischung im Rathaus abgeholt

Wildblumenwiesen heiß begehrt

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Die zwei Zehn-Kilo-Säcke sind weg: Das Blumenwiesen-Saatgut, das die Gemeinde Planegg kostenlos an ihre Bürger ausgibt, findet reißenden Absatz. Auch Interessenten aus den Nachbargemeinden gibt es. Nachschub wird nach Ostern erwartet.

Planegg– Eine Woche lang hat die Mischung aus 39 Wildblumen- sowie acht Gräserarten, zur besseren Sichtbarkeit mit Maisschrot versetzt, gereicht. In dieser Zeit schauten 80 Bürger im Planegger Umweltamt vorbei, ließen sich beraten und nahmen ihr Saatgut mit, abgewogen je nach Bedarf und in Papiertüten gefüllt.Wer jetzt ins Rathaus kommt, muss mit leeren Händen abziehen. Voraussichtlich ab Donnerstag, 25. April, steht das gebietsheimische Saatgut dann wieder zur Verfügung.

Pro Quadratmeter werden 20 Gramm benötigt, was bei 20 Kilo 1000 Quadratmeter neue Wildblumenwiese ausmacht. Die Mischung besteht aus einjährigen und mehrjährigen Pflanzen. Wird jetzt ausgesät, ist heuer noch ein Ergebnis zu sehen. Allerdings, so Johannes Rausch vom Umweltamt, brauche es etwas Geduld. „Es kann ein bis zwei Wochen dauern, bis sich etwas bewegt.“

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“, für das sich in Planegg mit 2284 knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten eintrugen, motiviert offensichtlich, selbst aktiv zu werden. „Einige Leute haben gesagt, sie hätten unterschrieben und wollten jetzt auch etwas machen“, so Rausch. „Das Interesse ist sehr groß, ein echter Erfolg.“ Auch aus anderen Würmtal-Gemeinden seien Büger gekommen. Diese bekamen laut Rausch eine Beratung, Saatgut durften sie jedoch nicht mitnehmen. „Wir können das nicht hergeben. Das ist mit Planegger Steuergeldern finanziert.“ Die Mitarbeiter des Umweltamtes hätten stattdessen dazu animiert, dass die Interessenten in ihren eigenen vorstellig werden und ähnliche Aktionen anregen. In Gräfelfing hat der BVGL das Thema bereits aufgegriffen und den Antrag gestellt, Bürgern der Gemeinde Samen für mehrjährige Blumenwiesen umsonst oder vergünstigt zur Verfügung zu stellen, um Artenvielfalt und den Erhalt von Insekten zu fördern.

Wer in Planegg Saatgut mit nach Hause nehmen durfte, erhielt ein Merkblatt zur Anlage und Pflege einer Wildblumenwiese. Die wichtigsten Fragen konnten schon im Umweltamt geklärt werden: „Manchmal waren vier, fünf Bürger gleichzeitig da, die haben dann alle zusammen eine Beratung bekommen.“ Häufigster Irrglaube: Wildblumenwiesen entstehen nicht von allein, nur durch das Verstreuen der Samen. „Das ist echte Arbeit“, sagt Rausch. Der Boden muss vorbereitet werden, die Grassoden sind zu entfernen, um für einen nährstoffarmen Untergrund zu sorgen. „Wildblumen sind sehr anspruchslos. Sie können überall wachsen“, sagt Rausch. Die Konkurrenz nicht, Löwenzahn oder Rasen mögen nährstoffreichen Boden.

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