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MVG-Radverleihstationen wie hier an der Münchner Freiheit gibt es in der Landeshauptstadt schon lange. Das System „MVG Rad“ wurde 2015 eingeführt.

Standorte festgelegt

Verleihsystem für Fahrräder nimmt Gestalt an

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Die Gemeinde Planegg treibt die Einführung eines MVG-Verleihsystems für Fahrräder voran. Am Donnerstag legte der Gemeinderat die Standorte fest. Bei deren Zahl musste er allerdings Abstriche machen.

Planegg– Ursprünglich hatte sich der Gemeinderat im Oktober 2017 für die Errichtung von 17 Stationen mit rund 150 Leihrädern ausgesprochen – entsprechend einer Empfehlung der Non-Profit-Organisation Institute for Transportation and Development Policy, das pro Quadratkilometer zehn bis 16 Stationen und pro 1000 Einwohner zehn bis 30 Räder vorsieht. Die genaue Höhe der Bundesförderung, die der Landkreis München für das Pilotprojekt erhält, war damals noch nicht bekannt. Inzwischen steht fest, dass die Höhe der Fördermittel für Planegg auf 140 000 Euro beschränkt ist. Die Bundesförderung soll 70 Prozent der Kosten der Radstationen abdecken, jeweils 15 Prozent haben der Landkreis sowie die Gemeinde Planegg zu tragen. Somit stehen insgesamt 200 000 Euro zur Verfügung.

Hierfür ließen sich aber, wie Johannes Rausch vom Bauamt erläuterte, nur sieben bis zehn statt 17 Stationen verwirklichen; die Kosten für die Stationen liegen je nach Größe zwischen 24 000 und 40 000 Euro. Falls andere Kreis-Kommunen ihren Förderetat nicht ausschöpfen, könnten eventuell weitere Fördermittel fließen, so Rausch. Darüber hinaus hat der Kreistag beschlossen, weitere Stationen mit 50 Prozent zu fördern.

Ihren finanziellen Rahmen für das Projekt hat die Gemeinde Planegg bereits im Vorjahr abgesteckt: Für die MVG-Leihstationen sind 2018 und 2019 jeweils 75 000 Euro im Haushalt eingeplant. Der Gemeinderat beschloss am Donnerstag eine Liste mit sechs Standorten sowie vier Ersatzstandorten. Radstationen will man zunächst am Park&Ride-Parkplatz des Planegger S-Bahnhofs, an der Behringstraße im Gewerbegebiet Steinkirchen sowie an der Bunsen- und Lochhamer Straße errichten. Eine hohe Auslastung der Räder erwartet man sich vor allem am Martinsrieder Uni-Campus mit seinen zahlreichen Institituten. Stationen sind am Biomedizinischen Centrum (BMC), an den Max-Planck-Instituten (MPI) und am Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) vorgesehen. Ob sich diese auf den Institutsgrundstücken realisieren lassen, ist offen. Damit Fördergelder fließen, muss man aber die Nutzungsverträge zwischen dem Landratsamt und den Grundstückseigentümern bis 31. März vorgelegen. Als Alternativen sprach sich der Gemeinderat deshalb für Standorte an der Großhaderner Straße (statt BMC) sowie Am Klopferspitz (statt MPI) aus. Das IZB solle den Nutzungsvertrag direkt mit dem Landratsamt abschließen.

Die Kosten für die Stationen auf den Institutsgrundstücken inklusive der Erstellung von Fundamenten will die Gemeinde übernehmen. Als vier Ersatzstandorte wurden Rudolf-, Ketteler-, Röntgen- und Karlstraße festgelegt.

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