Projekt Wohnungssuche für Flüchtlinge

Planegg steigt mit ein

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Nach Gräfelfing und Krailling hat jetzt auch die Gemeinde Planegg beschlossen, beim interkommunalen Projekt zur Unterstützung anerkannter Flüchtlinge bei der Wohnungssuche mitzumachen.

Planegg – Das Projekt, das laut Geschäftsleiter Stefan Schaudig bayernweiten Modellcharakter besitzt, kann bei einer Dauer von mindestens fünf Jahren mit 50 000 Euro Förderung durch die Regierung von Oberbayern rechnen.

Um die anvisierten zwölf Wochenstunden eines Sozialpädagogen sowie die Sachkosten zu zahlen, haben die drei Gemeinden zusammen knapp 70 000 Euro verteilt auf fünf Jahre zu tragen, also rund 14 000 Euro jährlich. Wie die aufgeteilt werden, ist noch offen. „Billiger kriegen wir eine fundierte und sicher effiziente Unterstützung unseres Helferkreises nicht“, sagte Herbert Stepp (Grüne Gruppe 21) im Gemeinderat. Roman Brugger (SPD) nannte es einen „lobenswerten Vorschlag“ und ein „gutes Mittel, Diskriminierung am Wohnungsmarkt entgegenzuwirken“. Seine Fraktionskollegin Cornelia David (parteifrei) schlug vor, eine Aufstockung der Wochenstunden auf 20 im Auge zu behalten. „Zwölf könnten zu wenig sein.“

Hans-Christian Haugg (FDP) zeigte sich skeptisch. Das Grundproblem seien Vorbehalte von Vermietern. „Ein gutes Mittel dagegen ist, wenn die Gemeinde als Mieter auftritt.“ Ein FDP-Antrag auf Vertagung scheiterte. Der Gemeinderat beschloss mit 19:4 Stimmen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Karin Detsch (SPD): „Hilfe zur Selbsthilfe sollten wir anstreben. Als Gemeinde Wohnungen anzumieten und weiterzuvermieten, ist nicht so praktikabel.“ 

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