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„Sie haben uns geschützt. Nun möchten wir Sie schützen“: Die Würmtaler Bürgermeist er (v.li.) Heinrich Hofmann, Uta Wüst, Christine Borst, Brigitte Kössinger und Harald Zipfel überreichten Siegfried Janscha zum Abschied einen Regenschirm. 

Festakt

Das Würmtal sagt Polizeichef auf Wiedersehen

Seit 1. November ist er nicht mehr der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Planegg. Jetzt wurde Siegfried Janscha auch offiziell durch die Gemeinden, für die er 14 Jahre zuständig war, verabschiedet.

Planegg–Hausherr, Bürgermeister Heinrich Hofmann, sprach stellvertretend für die anwesenden Bürgermeister von Neuried, Gräfelfing, Krailling, Gauting und Planegg am Samstagvormittag im Konzertsaal der Musikschule. Er bedankte sich bei Siegfried Janscha, dass „er mit seiner menschlichen Art stets ein angenehmer Ansprechpartner“ gewesen sei. „Mit Ihrem ruhigen und besonnenen Charakter haben Sie und Ihre Mannschaft jahrelang alle anfallenden Probleme in diesem Bezirk gelöst.“

Bürgermeister Hofmann überreichte dem scheidenden Beamten eine Regenschirm der Gemeinde mit den Worten: „Sie haben uns geschützt. Nun möchten wir Sie schützen. Allerdings nur gegen den Unbill des Wetters.“ Für seine Hobbys wie Wandern, Verreisen mit dem Wohnmobil und Marathonlaufen gab es noch einen Gutschein dazu. Janscha bedankte sich seinerseits für diese große Ehre eines Festaktes mit toller musikalischer Begleitung durch das Bläserquintett des Polizeiorchesters Bayern. Gestand aber: „Ich freue mich schon sehr auf meinen Ruhestand. Dann kann ich endlich die Sachen machen, zu denen mir während meiner Dienstjahre nie sehr viel Zeit geblieben ist.“

Janscha hatte seit 2003 die PI 46 als Leiter zu einer „Vorzeigedienststelle“ gemacht (wir berichteten). Vor drei Wochen räumte der Polizist, zwei Monate vor seinem offiziellen Ausscheiden, seinen Chefposten für Polizeioberkommissar Matthias Schneller. Schneller übernimmt die Stelle allerdings nur für ein halbes Jahr um seine Führungsbewährung rechtzeitig abschließen zu können.

Für Siegfried Janscha sind diese 14 Jahre im Würmtal, wie er selbst sagte, der Höhepunkt seines 40-jährigen Berufslebens gewesen. Die Jahre waren sehr abwechslungsreiche, so Janscha: Von Diebstahl bis grausame Gewaltverbrechen sei alles dabei gewesen. Er lobte insbesondere den guten Kontakt und die Zusammenarbeit mit den gemeindlichen Institutionen, wie den Rathäusern, den Kindergärten und Schulen. Auch den Teams der Freiwilligen Feuerwehr und der Rettungsdienste galt sein Dank: „Die haben unsere Arbeit immer sehr unterstützt.“ Getrübt sei sein Abschied jedoch durch den plötzlichen Tod des Kollegen Udo Wenisch, so Janscha. Der Gräfelfinger Kontaktbeamte starb Anfang November.

Janscha versprach zum Schluss, dass alle Beamtinnen und Beamten auch unter der neuen Führung stets für die Bürger da sein werden, und hob noch einmal das wichtige, enge Miteinander zwischen Bürgern und der Polizei im Würmtal hervor.

Carolin Högel

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