Wohnhaus geräumt

Feuer in Wohnung am Planegger Marktplatz

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Planegg - Ein Feuer in einem Wohnhaus am Planegger Marktplatz hat in der Nacht auf Dienstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Drei Personen wurden verletzt.

„Die Alarmmeldung ging bei uns um zehn Minuten vor 1 Uhr ein“, berichtete Planeggs Feuerwehrkommandant Martin Heizer. Um 0.57 Uhr seien die ersten der insgesamt 32 Kollegen vor Ort gewesen. In einer Wohnung im zweiten Stock des Hauses war ein Bett in Brand geraten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Flammen schon auf die übrige Zimmereinrichtung übergegriffen. Der Rauch war bereits ins Treppenhaus gezogen.

Ein 79-Jähriger und ein 88-Jähriger, die sich in der Wohnung aufgehalten hatten, unternahmen vor Ankunft der Feuerwehr selbst Versuche, die Flammen zu löschen, mussten aber aufgeben. Einer der beiden konnte sich ins Freie retten, dem anderen hatte der Qualm bereits den Weg abgeschnitten. Er flüchtete auf den Balkon. Im Feuerwehranfahrtbereich an der Jahnstraße stand eine Drehleiter bereit. Doch die vorrückenden Einsatzkräfte konnten den Mann über das Treppenhaus ins Freie bringen.

Die Feuerwehr brachte einen Rauchvorhang an der Wohnungstür an und begann mit den Löscharbeiten. Die Flammen waren unter Kontrolle, bevor sie auf andere Räume übergreifen konnten. Gleichzeitig suchten die Einsatzkräfte das dreistöckige Gebäude nach weiteren Bewohnern ab.

Im dritten Stock befand sich noch eine 30 Jahre alte Frau, die den Weg durch das bereits verrauchte Treppenhaus nicht mehr alleine wagen wollte und auf die Feuerwehr gewartet hatte. In ihrer Wohnung hatte sich aber bereits Rauchgas gesammelt, auch sie wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht. „Sie wäre wohl noch durch das Treppenhaus gekommen“, sagte Heizer. „Aber im Zweifel ist es meist die bessere Wahl, in der Wohnung auf die Feuerwehr zu warten.“

Nachdem das Gebäude evakuiert und das Feuer gelöscht war, begannen die Einsatzkräfte mit einer Unterdruckbelüftung der Brandwohnung und untersuchten die übrigen Wohnungen auf gefährliche Gaskonzentrationen. Die Untersuchung ergab, dass für die Nachbarn keine Gefahr mehr bestand. Sie konnten nach dem Einsatzende gegen 2.20 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren. Zur Brandursache wurde am Dienstag noch ermittelt. Den Sachschaden schätzt die Polizei vorläufig auf 30 000 Euro.

Rubriklistenbild: © Forster

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