Planegg: Straftaten nehmen zu

Planegg - Die Sicherheitslage im Planegger Gemeindegebiet hat sich heuer etwas eingetrübt. Das gab der Leiter der Planegger Polizeiinspektion, Siegfried Janscha, jetzt bekannt.

Nach Angaben von Siegfried Janscha, Leiter der Planegger Polizeiinspektion, sei dieses Jahr erstmals seit drei Jahren die Zahl der Delikte wieder angestiegen. Bis Ende Oktober registrierten die Beamten 356 Straftaten. Das sind 44 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Signifikant gestiegen ist die Zahl der Delikte im Bereich Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung. „Erfreulich ist dagegen, dass es im Zehn-Monats-Vergleich weniger Körperverletzungen gab“, sagte Janscha im Rahmen der Planegger Bürgerversammlung.

Der Polizeichef warnte eindringlich vor Wohnungseinbrüchen, die heuer zugenommen hätten. Bei den meisten registrierten Fällen blieb es allerdings beim Versuch. Besonders sonderbar war eine Serie von Einbrüchen im Frühling. Der Täter war mehrmals in Häuser und Wohnungen eingedrungen, Wertsachen hatte er jedoch nicht gestohlen.

Die Zahl der Betrugsfälle ist mit 65 ebenfalls ansteigend, hier spielt die Internetkriminalität eine immer größere Rolle. Der so genannte Enkeltrick, bei dem sich ein Betrüger als Verwandter ausgibt, um Geld zu erschleichen, spiele im Zuständigkeitsbereich der PI 46 noch keine große Rolle, berichtete Janscha. Dennoch ist das Würmtal nicht vor Betrügern gefeit. Vor wenigen Tagen hatten zwei Männer, die sich als Mitarbeiter der Wasserwerke ausgegeben hatten, versucht, in Häuser zu gelangen. Die Bewohner schöpften jedoch Verdacht.

Im Bereich der Sachbeschädigungen registrierte die Polizei bis Oktober 62 Fälle. Bei jeder zweiten Tat wurde ein Auto beschädigt. „Es handelt sich oft um blinden Vandalismus alkoholisierter Randalierer“, konstatierte Janscha. Gewalt- und Sexualstraftaten finden im Würmtal mit einigen traurigen Ausnahmen kaum statt. Heuer gab es in diesem Bereich einen Fall in Planegg. Im September überfiel ein Unbekannter mit vorgehaltener Waffe die Sparkasse in Martinsried (wir berichteten). Der Täter ist immer noch nicht gefasst. „Das Fachkommissariat hat den Fall übernommen“, berichtete Janscha.

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