Planegg tritt Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" bei

Planegg - Radfahren hat in Planegg einen hohen Stellenwert. Dass es manchem zu viel wird mit dem Engagement fürs Radfahren, zeigte sich im Ferienausschuss.

Das Rathaus ist seit einigen Jahren darum bemüht, die Bürger verstärkt zum Radfahren zu animieren, um eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs zu erreichen. Die Gemeinde trat zu diesem Zweck Institutionen und Arbeitskreisen bei, die sich dem Radfahren per se und einer Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur für Radfahrer widmen. Einige Gemeinderäte sind dieses Themas aber mittlerweile überdrüssig.

Die Verwaltung schlug im Ferienausschuss vor, der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ beizutreten. Diese will den Radverkehr als „wichtiges Element der Nahmobilität und Beitrag zum Klimaschutz durch engagierte Kommunikation und gemeinsame Werbekampagnen fördern“. Mitgliedsbeitrag pro Jahr: 1000 Euro.

Mehrere Gemeinderäte kritisierten den geplanten Beitritt. „Ich muss ehrlich sagen: Mir wird langsam ein bisschen zu viel geradelt. Wir verzetteln uns mit diesen vielen Organisationen“, sagte 3. Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU). Selbst Anneliese Bradel, als Gruppe-21-Gemeinderätin naturgemäß eine Freundin des Fahrrads, war nicht überzeugt. „Es gibt ,Würmtal - Das Radltal’, den ADFC und das Mobilitätsmanagement. Da kommt der Bürger langsam durcheinander. Wenn wir der Arbeitsgemeinschaft beitreten, blickt keiner mehr durch“, erklärte sie.

Ein Lanze für einen Beitritt brach Bernd Gropper (SPD). Dadurch böte sich der Gemeinde die Möglichkeit, Wünsche an höhere Stellen weiterzugeben und Informationen zu erhalten. Er verwahrte sich zudem gegen die Feststellung, bisher gebe es keine Erfolge in der Fahrrad-Politik des Rathauses. Der Ausschuss schloss sich Groppers Auffassung letztlich an und stimmte für die Mitgliedschaft. Lediglich Max Gum-Bauer (FWD) votierte gegen den Beschlussvorschlag.

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