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„Ein Schmankerl“ nennt Karlheinz Sporer, Pächter der Bräustüberls, die Stube, die in der stillgelegten Transformatorenstation eingerichtet werden soll. Ein Steg soll das Häuschen jenseits des Zauns mit dem Biergarten verbinden.

Freie Wähler wünschen Verbindung zu Wellenbad

Bräustüberl: Trafostation soll Gastraum werden

2014 scheiterten die Freien Wähler (FW) mit dem Antrag, das Wellenbad großzügig herzurichten. Badmintonplätze, Boule-Bahn, Kinderbecken und Kiosk wurden abgelehnt. Man wolle weder ein Spaßbad noch Zustände wie am Anger in Gräfelfing hieß es damals aus den Reihen der Mehrheitsfraktion SPD.

Damit war auch die Idee gestorben, einen Steg als Verbindung zwischen der Gaststätte Bräustüberl und dem Wellenbad zu schaffen, wie es ihn Jahrzehnte zuvor bereits gegeben hatte. Als der heute 72-jährige FW-Gemeinderat Max Gum-Bauer ein junger Mann war, führte der einzige Zugang zum Wellenbad durch den Bräustüberl-Biergarten einen steilen Steg hinunter zum Kassenhäuschen. Den Eingang an der Pasinger Straße habe es damals nicht gegeben. Im Laufe der Jahre ließ die Gemeinde das Wellenbad verkommen, der Steg wurde schließlich abgebrochen. Die Fundament sieht man heute noch.

Umso mehr freute sich Gum-Bauer, als am Dienstag im Planegger Bauausschuss ein Antrag der Condit AG behandelt wurde. Die Firma hatte 2012 das Bräustüberl von Georg Heide erworben. Zum Grundstück gehört auch das Trafohäuschen, das jenseits des Zauns zwischen Biergarten und Würm liegt. Seit Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb, ist es laut Condit-Vorsitzendem Alfred Seitz inzwischen sanierungsbedürftig. „Das Dach muss erneuert werden.“ Man beschloss, mehr aus dem ungenutzten Nebengebäude zu machen: einen weiteren kleinen Gastraum fürs Bräustüberl. „Im weitesten Sinne ein Turmzimmer“, so Seitz. Das Häuschen mit einer Grundfläche von 4 auf 3,46 Meter soll auf Höhe des Biergartens Tür und Fenster bekommen, der vorhandene Keller als Lagerraum genutzt werden. Ein Steg soll die stillgelegte Station mit dem Biergarten verbinden.

„Eine witzige Idee. Das schaut gefällig aus“, so Herbert Stepp (Grüne) im Bauausschuss. Gum-Bauer verwies auf den 2014 gescheiterten FW-Antrag und erklärte: „Klar, dass ich da zustimme.“ Der Antrag auf Nutzungsänderung des Häuschen wurde einstimmig angenommen. Nun muss das Landratsamt zustimmen. Da das Häuschen im Überschwemmungsgebiet liegt, muss das Wasserwirtschaftsamt kontaktiert werden. Die FW setzen sich noch diese Woche zusammen, beraten über ein weiteres Vorgehen und nehmen dann Kontakt mit der Condit AG auf. Sollte der Eigentürmer grundsätzlich Interesse haben, will man 2016 nochmals den Antrag stellen, einen Steg zum Würmbad zu errichten. Condit-Vorsitzender Seitz zeigte sich im Merkur-Gespräch nicht abgeneigt: Wenn die Gemeinde eine Verbindung will, könnte man andocken.“ Dann wird es fast so wie früher, nur Eintritt kostet das Würmbad inzwischen nicht mehr.  nik

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