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Bela Bach, 25, hat gerade ihr erstes juristisches  Staatsexamen abgelegt und will jetzt in den Bundestag.

Konkurrenz für Bela Bach

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    Thomas Radlmaier
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Planegg - Bisher schien die Planeggerin Bela Bach die einzige SPD-Bewerberin im Kreis München für den Bundestag. Jetzt hat sie Konkurrenz.

Bela Bach hat überraschend Konkurrenz bei der Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten für die Wahl im kommenden Jahr bekommen: Wolfgang Lex, Kassier im Oberhachinger Ortsverein der SPD, fordert die Kreisvorsitzende auf dem Nominierungsparteitag am 4. Oktober heraus. Bach, deren Ernennung zur SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis München-Land bisher als absolut sicher galt, zeigt sich überrascht, dass Lex seinen Hut in den Ring wirft. Der 54-jährige Oberhachinger indes gibt sich angriffslustig: „Ich will gewinnen“, sagt er.

Der SPD-Kreisvorstand hatte Bach erst Ende Juli einstimmig als Bundestagskandidatin vorgeschlagen. Aus der Kreis-Führung der Sozialdemokraten heißt es, wenige Tage später habe Lex der SPD-Kreis-Spitze seine Gegenkandidatur mitgeteilt. Am Dienstag vor einer Woche wurden die SPD-Mitglieder per E-Mail informiert. Man sei über Lex’ Vorhaben überrascht gewesen, heißt es. Wolfgang Lex gleichwohl hat nach eigener Aussage seine Kandidatur bereits im Juli 2015 parteiintern angedeutet. Damals habe das nur keiner wahrgenommen, sagt er.

Den Genossen steht nun bis zum Nominierungsparteitag am 4. Oktober ein spannender Wahlkampf bevor. Bei zwei sogenannten Kandidatenrunden – eine im Süden und eine im Norden des Landkreises – sollen Bela Bach und Lex den Delegierten Rede und Antwort stehen. Die beiden Kontrahenten liefern sich schon jetzt einen politischen Schlagabtausch.

Lex, der unter anderem im Betriebsrat von Panasonic saß und heute als Ingenieur tätig ist, spricht Bela Bach die nötige Berufserfahrung für ein Bundestagsmandat ab. „Sie ist sicher eine intelligente Frau. Aber das geht ihr einfach ab. Daher denke ich, dass es für sie nicht reichen würde.“ Als „absolutes No Go“ bezeichnet er Bachs Forderung, Cannabis zu entkriminalisieren, für die sich auch die SPD-Mitglieder auf einem Kreisparteitag im März 2015 einstimmig ausgesprochen hatten. Das sei der „Auslöser“ für seinen Wunsch gewesen, zu kandidieren.

Bela Bach reagiert gelassen darauf, plötzlich einen Kontrahenten zu haben. „Das ist das normale demokratische Prozedere“, sagt die 25-jährige Planeggerin, die gestern ihre letzte Prüfung für das erste juristische Staatsexamen abgelegt hat. Über Lex’ Kritik, sie habe zu wenig Erfahrung, kann sie nur schmunzeln, wie sie sagt. „Es geht um die richtige politische Einschätzung, und die bemisst sich nicht nach Lebensjahren.“ Zwischen den Zeilen ist das ein Angriff auf Lex, der bisher noch nie ein kommunalpolitisches Mandat bekleidet hat. Von 1999 bis 2001 war er Ortsvorsitzender der Oberhachinger SPD. Bach dagegen sitzt seit zwei Jahren im Planegger Gemeinderat und seitdem auch im Kreistag München. Außerdem verfügt sie über Wahlkampferfahrung, da sie bereits 2013 für den Bundestag kandidierte.

Lex sagt, er habe ein Mandat nie angestrebt. Er räumt aber „mangelnde Bekanntheit“ seiner Person ein. „Das muss ich wettmachen und in den kommenden Wochen fleißig sein.“ Aus diesem Grund tingelt er nun von Ortsverband zu Ortsverband, um sich vorzustellen."

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