BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet
In der Glück-Kiesgrube soll das Biomasseheizkraftwerk entstehen. Im Februar wird darüber entschieden. f: google

Planegger Gutachter: "Kraftwerk ist fast ein Null-Emittent"

Würmtal - Ein Gutachter hat im Planegger Gemeinderat mitgeteilt, bei den Emissionen des zukünftigen Biomasse-Heizkraftwerks handle es sich lediglich um „unerhebliche Zusatzbelastungen“.

Ein Martinsrieder hatte im Rahmen der Planegger Bürgerversammlung Ende November den Antrag gestellt, eine Feinstaub-Messstelle vor Inbetriebnahme des geplanten Kraftwerks einzurichten. Diese solle Aufschluss über einen möglichen Anstieg der Schadstoffe in der Luft geben. Die Gemeinde beauftragte daraufhin die Planegger Firma Müller BBM, die Sinnhaftigkeit einer solchen Messstelle zu prüfen. Umwelt-Ingenieur Norbert Suritsch, zugleich Geschäftsführer von Müller BBM, stellte dem Umweltausschuss am Donnerstag seine Expertise vor. Suritsch koordinierte bereits eine Vielzahl von Genehmigungsverfahren im Energie- und Abfallsektor und betonte, mit der geplanten Anlage vertraut zu sein. Was er in den nächsten 30 Minuten über das geplante Kraftwerk sagte, dürfte den Gegnern des Projekts wenig gefallen.

Das Werk werde mit modernster Filtertechnik ausgestattet. „Deutschland ist auf diesem Gebiet weltweit führend“, so Suritsch. Sämtliche Grenzwerte werden auch unter Volllast „deutlich“ unterschritten, sie lägen zum Teil unterhalb der Irrelevanzgrenze. „Wir kommen bei Anlagen dieses Typs mit den neuesten Messgeräten gerade so an die Erfassungsgrenze. Das ist nur ein Rauschen.“ Das geplante Biomasseheizkraftwerk ist Suritsch zufolge „fast ein Null-Emittent“. „Der Lastwagen, der das Holz anliefert, emittiert vermutlich mehr als das Kraftwerk.“

Nach den Worten des Ingenieurs sei deshalb eine Mess-Station nicht sinnvoll, zumal bei Kosten zwischen 100 000 und 400 000 Euro. „Ich bin zwar nicht nur Ingenieur, sondern auch Geschäftsmann, und würde von der Gemeinde den Mess-Auftrag annehmen. Aber ich muss deutlich sagen: Es bringt nichts. Mit den Messungen können sie nicht mal beweisen, ob das Kraftwerk überhaupt existiert.“ Dies sei auch aus meteorologischen Gründen nicht möglich, da die Wetterlage erheblichen Einfluss auf die Daten habe.

Aufgrund des Umweltinformationsgesetzes hätten die Bürger im Übrigen Anspruch darauf, beim Betreiber des Biomassekraftwerks selbst aktuelle Daten und Messwerte einzusehen, betonte Suritsch. „Ihnen steht dieses Recht auch als Gemeinde zu.“ Die Gemeinderäte waren sich anschließend einig, auf die Messungen zu verzichten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erhebende Premiere in Maria Eich
Zum ersten Mal hat es jetzt bei der Wallfahrtskapelle Maria Eich eine Diakon-Weihe gegeben. Diese finden ansonsten im Münchner Liebfrauendom statt. Die Besucher erlebten …
Erhebende Premiere in Maria Eich
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
2,8 Kilometer Schienen werden erneuert, 2000 Holzschwellen ersetzt: Die Arbeiten am Bahngleis, das das Kraillinger Tanklager mit Freiham verbindet, sind in vollem Gange. …
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Der Dauer- und stellenweise Starkregen seit Sonntagabend hat zwar zu kleineren Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt, viel passiert ist zum Glück aber nicht.
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Hundehalter fordern Zaun an der A 96
Hundebesitzer haben eine Petition gestartet. Sie fordern einen Zaun zwischen dem Gräfelfinger Paul-Diehl-Park und der Autobahn. Die zuständigen Stellen finden das …
Hundehalter fordern Zaun an der A 96

Kommentare