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Elektro-Boards liegen voll im Trend, sind auf Straßen und Bürgersteigen aber nicht zulässig.

Nach Vorfall mit 13-jährigem Schüler

Elektro-Boards auf Straßen illegal

Würmtal - „ElektroBoards“ sind ein neuer Trend - vor allem bei Jugendlichen. Auf öffentlichen Straßen haben sie allerdings nichts zu suchen.

Es ist schlicht verboten, mit den Boards auf der Straße zu fahren. „Sie dürfen auf öffentlichem Verkehrsgrund“ nicht benutzt werden, sagt Planeggs Polizeichef Siegfried Janscha.

Aus aktuellem Anlass: Einer Streife der Polizei fiel auf dem Radweg beim Gräfelfinger Kreisverkehr an der Rottenbucher-/Lochhamer Straße ein 13-jähriger Schüler auf, der mit einem der Boards unterwegs war. Die Beamten stoppten den Buben und ließen ihn nicht weiterfahren. Denn die Elektro-Boards dürften auch mit Führerschein nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden. „Was vielen nicht bewusst ist“, sagt Janscha. „Die Fahrzeuge sind nicht ungefährlich, sie sind relativ schnell und können nicht so schnell bremsen“ wie etwa ein Fahrrad. Dies führe „zu einem erheblichen Verletzungsrisiko vor allem auch für Fußgänger und Radfahrer“.

Die Boards sind nicht für den Straßenverkehr zugelassen, weil sie mit den beiden Elektromotoren über einen Hilfsantrieb „von mehr als 0,25 kW verfügen, nämlich 0,7 kW“ und somit die Vorschriften für Fahrräder nicht gelten können, erläutert Franziska Herr, Sprecherin des Landratsamtes München. Auch erfüllten sie nicht die Anforderungen der Mobilitätshilfenverordnung (MobHV), die die Zulassung dieser Geräte für den Straßenverkehr regelt. Auf privatem Grund, wie zum Beispiel eingezäunte Gärten, ist die Nutzung der Boards erlaubt.

Der 13-jährige Schüler erhielt übrigens eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Aufgrund seines Alters dürfte diese jedoch wohl ohne Konsequenzen bleiben. Auch mit den Eltern des Buben wurde gesprochen. Der 13-Jährige habe sich einsichtig gezeigt, heißt es.

ps

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