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Gesprächsrunde am Martinsrieder Info-Pavillon: Bürgermeister Hofmann (3.v.li.) musste nicht nur zur aktuellen Umfrage für die Marktplatzgestaltung Stellung beziehen.

Bürgerfragestunde

Planung der Martinsrieder Ortsmitte bleibt heikel

Eine Bürgerfragestunde zur Gestaltung der Martinsrieder Ortsmitte – das hatte Heinrich Hofmann geplant. Doch dieses Thema trat in den Hintergrund.

Martinsried – Einfach lassen sich die Wogen in Martinsried nicht glätten. Bürgermeister Heinrich Hofmann konnte es seinen Kritikern am Freitag auch mit einem Ortstermin nicht recht machen. Er war zum Pavillon gekommen, um den Bürgern die Pläne für die Gestaltung des Marktplatzes zu erläutern. Parallel läuft derzeit dazu eine Umfrage (wir berichteten).

Laut Hofmann hätten aber nur wenige der rund 20 Anwesenden Klärungsbedarf gehabt, was den Fragebogen betreffe – leider, wie er sagt. Viele Fragen hätte es zu anderen Martinsrieder Themen wie Ortsumfahrung, U-Bahn, weiteren Bauvorhaben und Verkehrsproblemen gegeben. „Schade, dass die wenigen Martinsrieder, die aufgrund der Einladung zur neuen Ortsmitte gekommen sind, so wenig zu Wort kamen“, bedauert er.

Seinen Kritikern sind Umfrage und auch der Besuch vom vergangenen Freitag zu wenig. Judith Grimme von der „Martinsrieder Runde“ fordert nach wie vor „eine zeitnahe Bürgerversammlung zu Ortsmitte und Verkehr in Martinsried“. Sie fand das Format der Veranstaltung, wie sie sagt, am Freitag ungünstig. Freitagnachmittag hätten einige nicht kommen können, die an Informationen aus erster Hand interessiert seien.

Auch Barbara Gutmann, Vorsitzende der Bürgerinitiative für Planegg und Martinsried, fragte sich bereits im Vorfeld, wie Bürgermeister Hofmann die Menge an Problemen, die sich in Martinsried angesammelt hätte, mit der Bevölkerung in einer einzigen Stunde im Pavillon besprochen haben will. An Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung der Gemeinde Planegg gerichtet, erklärte Gutmann daher schon im Vorfeld der Veranstaltung deutlich: „Wir Bürger erkennen sehr wohl, dass diese Art von Bürgerbeteiligung nur eine Show ist. Die Bürgerinitiative wird deshalb die Ergebnisse Ihrer Befragungen nicht als relevant für die tatsächliche Meinung der Gesamtheit der Bürger von Martinsried anerkennen.“ Es wird also noch dauern, bis in Martinsried Frieden einkehrt.


Victoria Strachwitz

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