Planungen für Planeggs Kinder- und Familienzentrum werden konkreter

Planegg - Der Planegger Gemeinderat hat die Entwurfsplanung für das Kinder- und Familienzentrum gebilligt. Das zwölf Millionen Euro teure Projekt soll bis Ende 2012 fertiggestellt sein.

Um der Energievision des Landkreises München gerecht zu werden, die eine 60-prozentige Reduzierung des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2050 vorsieht, wird das Kinder- und Familienzentrum mit der neuesten Umwelt- und Gebäudetechnik ausgestattet. Planer Peter Krutil erläuterte dem Gemeinderat am Donnerstag die Details des energetischen Konzeptes.

Demnach wird das Areal in zwei unabhängige Abschnitte unterteilt. Den ersten Bereich bilden Grundschule samt Turnhalle und Gemeindekindergarten, der zweite Abschnitt besteht aus Mensa, Josefstift-Kindergarten, dem denkmalgeschützten Anbau sowie Musikschule und Polizei.

Die bereits bestehenden Heizungsanlagen werden laut Krutil vorerst weiter betrieben, da diese noch intakt seien. Später soll eine Eingliederung in das Gesamtkonzept vorgenommen werden. Der Neubau um den Josefstift-Kindergarten wird als hochmoderner Pufferspeicher mit thermosolarer Aufheizung konzipiert. Dadurch lässt sich das Gebäude das ganze Jahr über nur mit Sonnenenergie heizen. Bei extremen Kälteperioden könne die Pelletsheizung im Eon-Gebäude notfalls dazugeschaltet werden, so Krutil. Im Bereich der Grundschule und des Gemeindekindergartens soll später ebenfalls eine Pelletsanlage oder eine andere moderne Energieerzeugungsanlage eingerichtet werden. Das Konzept rief ein positives Echo hervor. „Sie haben tolle Arbeit geleistet“, sagte Bürgermeisterin Annemarie Detsch im Namen der meisten Räte.

Nach den Worten von Architekt Jürgen Gollwitzer soll das Großprojekt mit der Sanierung des Gemeindekindergartens diesen September beginnen. Allein diese Maßnahme kostet rund 1,5 Millionen Euro. Kommendes Jahr wird dann der Josefstift-Kindergarten umgebaut, die Fertigstellung ist Ende 2012 avisiert.

Angesichts der Wirtschaftskrise gibt es Überlegungen in der Gemeinde, einige Bauabschnitte, etwa die Mensa und das Obergeschoss für die Schule der Phantasie, zu einem späteren Zeitpunkt zu verwirklichen. „Am besten wäre es aber, alles in einem Guss zu bauen“, betonte Gollwitzer. Der Planegger Gemeinderat beauftragte Gollwitzer einstimmig mit den weiteren Planungen.

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