Entlang der Bunsenstraße sollen zwei doppelstöckige Gebäude in Holzbauweise auf einem 1300 m2 großen Grundstück errichtet werden. Der Bolzplatz wird nach Osten verschoben.

Platz für mehr Flüchtlinge

Planegg - In Planegg und Martinsried sollen 132 Aslybewerber unterkommen. Ein Bolzplatz wird dafür verlegt.

Die genaue Lage der beiden Flüchtlingsunterkünfte in Planegg und Martinsried steht nun fest. Baubeginn ist im November. Insgesamt werden an der Fürstenrieder Straße in Planegg und an der Bunsenstraße in Martinsried 132 Flüchtlinge unterkommen - mehr als ursprünglich geplant. In Planegg sollen sie schon vor Weihnachten einziehen, in Martinsried möglicherweise erst Anfang 2016. Die Holzfertighäuser kommen aus dem Allgäu.

Die gute Nachricht: Den Bolzplatz in Martinsried wird es auch künftig geben - nur an anderer Stelle. Der Standort an der Bunsenstraße steht in Martinsried weiter in der Kritik (wir berichteten). Eine Forderung war, den Bolzplatz zu erhalten. Das ist nun der Fall: „Er wird nach Osten verschoben“, erklärt Stefan Schaudig, Geschäftsleiter der Gemeinde Planegg. Die ungenutzte Asphaltstockbahn komme dafür weg.

Entlang der Martinsrieder Bunsenstraße werden zwei doppelstöckige Gebäude auf einem 1300 m2 großen Gelände gebaut. Sie bieten Platz für 60 Personen. Somit kommen dort zehn Asylbewerber mehr unter, als ursprünglich geplant. Die Gemeinde ist auf Kritik vorbereitet. „Trotz Erhalt des Bolzplatzes wird es sicher Widerstände und Argumente geben“, ist sich Schaudig sicher. Die Anwohner seien per Post informiert worden. „Da muss man die Reaktionen jetzt abwarten“, sagt er. „Wir müssen die Leute aber unterbringen.“

In Planegg werden insgesamt 72 Personen in vier doppelstöckigen Gebäuden auf dem hinteren Teil des Planegger Friedhofsparkplatzes unterkommen. Die Wertstoffinsel und der vordere Teil des Parkplatzes bleiben erhalten. Schaudig versichert, dass die Unterkünfte sowohl in Planegg als auch in Martinsried nach zehn Jahren rückgebaut würden. „Es gibt auch keine Verlängerungsoption.“

Im Landkreis München würden alle Flüchtlingsunterkünfte von Privatinvestoren gebaut, so Schaudig. Die Gemeinde müsse die Grundstücke stellen, der Landkreis zahle die Miete für die Flüchtlinge. So auch in Planegg. Beide Unterkünfte in der Gemeinde würden vom selben Investor errichtet. Dieser baue auch die Unterkunft in Gräfelfing und komme aus dem Raum Starnberg. Ursprünglich habe sich für Martinsried ein anderer Investor interessiert. Der Investorenwechsel sei der Grund für die mögliche spätere Fertigstellung der Martinsrieder Unterkunft.

Wichtig ist der Gemeinde, dass auf ihre Initiative hin an beiden Standorten eine Wohneinheit zum Betreuungsraum umfunktioniert wird. In allen Häusern sollen sich je acht Bewohner einen Gemeinschaftsraum teilen, zusammen kochen und miteinander leben. Für Interessierte bietet die Gemeinde einen Tag der offenen Tür an, an dem sich die Bevölkerung die Häuser ansehen kann. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

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