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Der Festzug durch die Gemeinde Neuried a m 1. Juni 2019 war ein Höhepunkt der Feierlichkeiten.

825 Gemeinde Neuried

Positive Bilanz des Jubiläumsjahrs

Gut 25 Veranstaltungen hat der Neurieder Jubiläumsverein „825 Jahre Neuried“ zum Gemeindegeburtstag 2019 organisiert. Nun wird sich der Verein in den nächsten Monaten plangemäß auflösen. Einzelne Veranstaltungen wie das Silvesterfeuerwerk könnte es in Zukunft aber dauerhaft geben.

Neuried– Der Jubiläumsverein hatte sich eigens zum 825. Geburtstag Neurieds gegründet, um die Festwoche im Mai sowie weitere Veranstaltungen zu organisieren. Da das Jubiläumsjahr jetzt vorbei ist, wird sich der Verein plangemäß wieder auflösen – wahrscheinlich im April, wenn die Steuererklärung sowie andere Formalitäten erledigt sind.

„Ich bin insgesamt mit dem Jahr zufrieden, alles hat super funktioniert, es gab keine Ausfälle oder negative Vorkommnisse. Es war alles noch schöner, als ich gedacht hatte“, resümiert Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel, der den Vereinsvorsitz übernommen hatte, im Merkur-Gespräch. „Es war für uns, die ja alle noch einen eigentlichen Beruf haben, aber doch sehr viel Arbeit“, so der Bürgermeister. 34 Vorstandssitzungen seien zum Beispiel nötig gewesen, um die vielen Aktivitäten zu organisieren.

Der Jubiläumsverein hatte unter anderem im April mehrere Feste in der eigens aufgebauten „Almhütte“ organisiert, die zentrale Festwoche über zehn Tage Ende Mai in einem Festzelt am Floriansbogen mit unter anderem einem Festabend, einem Konzert der Band „CubaBoarisch 2.0“ und einer Club-Night mit DJ Enrico Ostendorf sowie eine Silvesterfeier mit kleinem Feuerwerk im Sportpark des TSV Neuried (wir berichteten). „Wir haben uns sehr gefreut, dass mehrere Hundert Neurieder bei den Veranstaltungen mitgeholfen haben und wir auch viel Unterstützung von Firmen und der Gemeinde bekommen haben, etwa beim Equipment“, sagt der zweite Vereinsvorsitzende Felix Lechner. „Für mich waren die Veranstaltungen auch deshalb etwas Besonderes, da sie zeigten, dass in unserem Ort so etwas funktionieren kann, und Neuried für viele eben nicht ein Ort ist, wo man nur zum Schlafen ist“, so Lechner. Die Besucherzahlen seien insgesamt gut gewesen, mit wenigen Ausreißern nach unten. „Wenn man ein Festzelt mit Platz für zehntausend Besucher hat und an einem Tag nur Biergartenbetrieb ist, ist das Zelt natürlich nicht voll, was aber erwartbar war.“

Beim Aufbau des Festzeltes für die zentrale Festwoche gab es aufgrund des sehr starken Regens, Unwetters und Schlamms Verzögerungen und andere Probleme, die für zusätzliche 4000 Euro Kosten sorgten. „Trotzdem trug sich die Woche selbst wie eigentlich alle Veranstaltungen“, berichtet Lechner. Die genauen Abrechnungen sind noch nicht fertig. Wahrscheinlich wird der Verein aber am Ende der Gemeinde die 10 000 Euro Starthilfe zurückzahlen können und durch die Verkäufe und Eintritte ein leichtes Plus erwirtschaftet haben, das für soziale Zwecke gespendet wird.

In den letzten Monaten wird der Jubiläumsverein vielleicht noch eine Art Flohmarkt veranstalten, wo „übrig gebliebene Jubiläumsbecher, Schlüsselbänder, Käppis und ähnliches verkauft werden“, sagt Harald Zipfel. In der Gemeinde gebe es derzeit „die Überlegung, die Silvesterfeier mit Feuerwerk auch die nächsten Jahre zu organisieren, was aber noch nicht entschieden ist“, so Zipfel. Auch andere Feiern könnte es künftig in größeren Abständen immer mal wieder geben, spätestens zum nächsten Gemeindejubiläum. „Wir werden aber natürlich nicht jedes Jahr ein Festzelt aufbauen, denn dann wäre es nichts Besonderes mehr und zu viel Arbeit“, sagt Lechner.

Bürgermeister Zipfel ist von anderen Gemeinden auf den Jubiläumsverein angesprochen worden. „Ich wurde öfters gefragt, wie so ein Verein funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt.“ Eine Antwort des Bürgermeisters: „Es klappt dann, wenn man Leute hat, die sich zum Beispiel gut mit Veranstaltungen organisieren, Öffentlichkeitsarbeit und Buchführung auskennen. Dafür war ich auch dankbar, solche Unterstützung zu haben.“

Peter Seybold

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