Projekt Würmpark: Veränderungssperre wird verlängert

Krailling - Die Gemeinde Krailling fährt gegenüber dem Bauwerber des Würmparks, der Imco GmbH, einen harten Kurs.

Da mit der Imco GmbH kein Kompromiss für eine Bebauung des rund 10 000 Quadratmeter großen Würm-Grundstücks an der Gautinger Straße gefunden wurde, hatte sie 2011 eine Veränderungssperre erlassen. Diese wird auf Beschluss des Gemeinderats jetzt nochmals bis 24. Juli 2014 verlängert.

Um die Nutzung des Würm-Grundstücks in geordnete Bahnen zu lenken und den Baumbestand zu sichern, wird derzeit der Bebauungsplan geändert. „Ein 20 Meter breiter Uferstreifen sollte von der Bebauung freigehalten werden“, sagte Ortsplanerin Michaela Schneider, die die Eckdaten für eine künftige Bebauung entwickelt. Sie plädierte für eine dreigeschossige, offene Bebauung an der Gautinger Straße, die immer wieder Durchblicke zur Würm ermöglicht. Keinesfalls sollte ein Gebäuderiegel entstehen, so Schneider. Zum Fluss zu sollte die Bebauung nur zweigeschossig sein.

Strittig ist, ob dem Bauwerber ein höheres Baurecht zugestanden werden soll. Derzeit ist im Bebauungsplan eine Geschossflächenzahl (Gfz) von 0,3 festgeschrieben, Schneider hielt maximal 0,39 für vertretbar. Zumal die Gemeinde auch vom Eigentümer des Areals Zugeständnisse erhofft. Ein öffentlicher Weg soll über das Grundstück führen und über eine Fußgängerbrücke eine Verbindung zwischen Gautinger- und Margaretenstraße schaffen. „Ich sehe das als Chance, die wir wahrnehmen sollten“, sagte Bauamtsleiter Helmut Mayer. Der Bauwerber zeigt sich zuversichtlich, dass sich endlich ein Kompromiss findet. Mit einer Gfz von 0,39 könne man leben, sagte Matthias Knoll, Marketingdirektor der Imco GmbH, auf Anfrage.

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