Buslinie 967: Zum Fahrplanwechsel stellten Andreas Hanitzsch (MVV), Ludmilla Weisenburger (Landratsamt), Heinz Post (Busbetrieb Demmelmair), Mathias Walterspiel und Bürgermeisterin Christine Borst (v.li.) die neue Routenführung vor. Inzwischen stößt diese auch auf Kritik. F.:. Js

Protest gegen Fahrplan der Linie 967

Krailling - Der neue Fahrplan für die Buslinie 967 mit Anbindung an die S-Bahn stieß im Kraillinger Rathaus auf Begeisterung. Diese teilen jedoch nicht alle.

Auf Vorschlag von Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion) haben Gemeinde, Landratsamt und MVV mit dem Winterfahrplan eine neue Routenführung und Taktung für die Buslinie 967 eingeführt, um die Anbindung zum S-Bahnhof Planegg zu optimieren. Seither verkehren die Busse auf dem Hauptast zwischen der Kraillinger Bibliothek an der Margaretenstraße und dem Bahnhof Planegg von 6 bis 21 Uhr im 20-Minuten-Takt. Die Haltestellen Sperberweg, Lohfeldstraße und der Osten Kraillings werden im Gegenzug allerdings nicht mehr wie früher alle halbe Stunde, sondern nur noch einmal stündlich angefahren.

Bürger im Bereich Muggenthaler-, Fleckhamer- und Lohfeldstraße seien über den neuen Fahrplan „sehr enttäuscht“, erklären Waltraud Asam, Vorsitzende der Kraillinger Senioreninitiative, und Ursula Königsdorfer, Inhaberin des Kraillinger Friseursalons „Uschi“, in einem gemeinsamen Schreiben an Bürgermeisterin Borst. Diesem ist eine Liste mit 90 Unterschriften von Bürgern - unter ihnen auch Geschäftsleute - beigefügt, die sich eine Rückkehr zum 30-Minuten-Takt wünschen.

Ein große Zahl Kraillinger Bürger sei über 80 Jahre alt und darauf angewiesen zu Geschäften, Ärzten und anderen Einrichtungen in der Planegger Bahnhofstraße zu gelangen, so Asam. „An diese Bevölkerung muss auch gedacht werden.“ In der Mittagszeit gebe es ab der Muggenthalerstraße eineinhalb Stunden sogar überhaupt keine Busverbindung.

Im Osten Kraillings habe sich zudem ein kleines Geschäftszentrum mit Discounter, Bäckerei, Apotheker und Friseursalon entwickelt, das Kunden aus allen Ortsteilen Kraillings anziehe, heißt es in dem Schreiben an die Bürgermeisterin. Auch im Hinblick auf diese Kunden sollte eine Busverbindung nicht nur stündlich angeboten werden.

Nach Auffassung Asams und Königsdorfers ist ein Halbstundentakt für Anlieger an der Margaretenstraße ausreichend - auch wenn dadurch Wartezeiten am S-Bahnhof entstünden. Gravierender sei es, Ortsteilen außerhalb des Zentrums einen Stundentakt zuzumuten.

Als Übergangslösung wird vorgeschlagen, dass der Bus von Planegg zum Altenheim Maria Eich gestrichen und stattdessen an der Muggenthalerstraße eingesetzt wird. Von vielen Bürgern werde moniert, dass am Altenheim nie jemand ein- oder aussteige. Der durch diesen Umweg entstehende Zeitverlust der Linie 967 sei deshalb sinnlos.

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