Großes Interesse an Wohnungsbau-Genossenschaft

Raumneuried wächst auf 37 Mitglieder an

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Die Wohnungsbau-Genossenschaft Raumneuried eG hat kein Grundstück, aber bereits 37 eingetragene Mitglieder.

Neuried– „Das ist für einen kleinen Ort wie Neuried sehr viel“, sagt Gundula Pabst vom Genossenschaftsvorstand über die 37 Genossenschaftler. „Damit haben wir nicht gerechnet.“ Pabst, ihre Vorstandskollegen und die Mitglieder setzen ihren Hoffnungen nun darauf, auf einem Areal südlich des Maxhofweges zeitnah zum Zuge zu kommen. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren etwas passiert.“

Mitte vergangenen Jahres gründeten neun Neurieder die Genossenschaft, wählten einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Ziel ist, bezahlbaren Wohnraum in Form von Geschosswohnungsbau zu schaffen und zugleich die „soziale und kulturelle Infrastruktur der Gemeinde zu stärken“, wie es in einer Presseerklärung heißt. Denkbar seien eine Gästewohnung, ein Veranstaltungsraum und ein Nachbarschaftstreff, die allen Neuriedern zur Verfügung stünden. Informationsveranstaltungen stießen auf reges Interesse, die Liste der Anwärter wuchs vergangenen Herbst auf rund 200.

Ende des Jahres wurde Raumneuried ins amtliche Genossenschaftsregister eingetragen. Damit war es möglich, Mitglieder aufzunehmen. Im Februar besuchten 80 Bürger eine weitere Veranstaltung, hinzu kamen etliche Anfragen per Mail. Jedes der inzwischen 37 eingetragenen Mitglieder hat drei Anteilsscheine à 500 Euro an der Genossenschaft erworben. Die 55 500 Euro liegen als Startkapital auf einem Konto. „Davon kann man noch kein Grundstück kaufen“, sagt Pabst. Sollte die Gemeinde sich dazu entschließen, die Fläche am Maxhofweg Raumneuried zu überlassen, könne man „sicher nicht den Maximalpreis zahlen“. Denkbar sei auch ein Erbpachtmodell.

Der Neurieder Gemeinderat beschloss vergangene Woche einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplan für das Areal. Vorgesehen sind Wohnbebauung und die Ansiedlung einer Kinderbetreuungseinrichtung. Ein erster Bebauungsplanentwurf könnte schon im April im Bau- und Umweltausschuss diskutiert werden. 

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