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Der auf eigenen Wunsch scheidende Sprecher Joachim Bender (re.) gratulierte dem neuen Vorstand mit (v.li.) seinem Nachfolger Raymund Messmer, Kassier Franz Scherbl sowie Schriftführerin und Gemeinderätin Katharina Weber.

Wechsel an der Spitze der Grünen

Joachim Bender gibt sein Amt ab

Gräfelfing - Raymund Messmer (57) ist neuer Sprecher der Öko-Partei in Gräfelfing.

„Ich habe das lange genug gemacht.“ Mit dieser schlichten Begründung erklärte Joachim Bender, Sprecher der Gräfelfinger Grünen, am Montagabend seinen Rückzug aus dem Vorstand des Ortsverbandes.

Ein Schritt, den der Rentner gut vorbereitet hatte. „Ich wäre zähneknirschend noch einmal angetreten“, meinte Bender zwar augenzwinkernd in Richtung seiner grünen Mitstreiter, aber nur, „wenn sich kein anderer Kandidat gefunden hätte“. Doch den hatte man bereits vor der Wahl requiriert. Raymund Messmer hatte sich bereit erklärt, den Posten des Ortsverbands-Sprechers zukünftig zu übernehmen. Seine Wahl war denn auch nur noch Formsache und ging schnell und schmerzlos über die Bühne.

Genauso zügig verständigte man sich auf die anderen beiden Vorstandsmitglieder. Gemeinderätin Katharina Weber wurde als Schriftführerin und Franz Scherbl als Kassier in ihren Ämtern bestätigt. Die Gräfelfingerin Sabine Pilsinger, Sprecherin im Kreisvorstand, zeigte sich erleichtert ob des reibungslosen Ablaufs der Wahl. Zusammen mit ihren Kollegen dankte sie Joachim Bender für sein langjähriges Engagement für den Ortsverband. Ihr Geständnis „ich wäre nie zu den Kreis-Grünen gegangen, wenn Du mich nicht angerufen hättest“ rührte Bender sichtlich. Er versprach, sich weiter zu engagieren – vor allem in Sachen Grünzug-Netzwerk.

Vollen Einsatz für die Belange der Partei will auch Raymund Messmer zeigen. Der 57-Jährige hat sich bisher zwar „eher als grünes Basis-Mitglied“ gesehen, will sich nichtsdestotrotz seinen neuen Aufgaben stellen. So ist es dem Netzwerkadministrator, der seit 1998 der Partei angehört, wichtig, dass die Parteiarbeit transparent bleibt. Er will die Leute animieren, sich einzumischen.

Abschließend regte Messmer einen Diskussionsabend an, um sich über die Ziele und Absichten der einzelnen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 klar zu werden. Bis zum Januar sollen die rund 60 000 Parteimitglieder per Urwahl das Führungsduo bestimmen, das die Grünen in den Bundestagswahlkampf führen wird.

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