Ein Prosit unter Kastanien: Georg und Gisela Fischer aus Krailling genießen ihr Bier beim Forsthaus Kasten, begleitet von Enkelin Julia (14). Foto: Rutt

Regen-Wetter beschert Wirten Umsatzeinbußen

Würmtal - Das schlechte Juliwetter verwässert die Biergarten-Umsätze der Würmtaler Wirte. Dafür war der Frühling und Frühsommer ein voller Erfolg. Bis jetzt ist diese Saison besser als im Sommer 2010 - zu Ende ist sie aber noch nicht.

Der Besuch im Biergarten ist im Juli buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Wirte der Würmtaler Biergärten verbuchen aber lediglich geringe Verluste in ihrer Biergartenbilanz - schlimmer als der Sommer 2010 ist die Saison nicht.

„Uns fehlen im Juli rund 2500 Euro Umsatz pro Tag“, zieht Klaus Öding vom Lochhamer’s die Bilanz. Durch das intensive Frühjahr habe er im April und Mai Gewinne zu verzeichnen, dafür habe er im Juni den Biergarten mit 450 Plätzen nur an 15, im Juli nur an fünf Tagen geöffnet gehabt. „Aber wir machen einfach mit positivem Blick in den August weiter“, so Öding.

„Das Wetter liegt nicht in unserer Macht“, sagt der Wirt der Kraillinger Brauerei, Sabri Konxheli. Auch in seinem Biergarten lief das Geschäft im April und Mai gut, so dass die Umsatzeinbußen von Juli kompensiert werden konnten. „Die Verluste im Juli waren aber nicht wirklich schlimm“, so Konxheli.

Auch Peter Schweizer, Wirt des Pe.Es. Kottmeier, kann sich nicht beklagen. „Heuer ist doch nicht der erste Sommer, in dem ein paar Wochen verregnet sind“, sagt er. Diese Saison sei aber bis jetzt besser als letztes Jahr, meint auch er.

„Wir sind mit einem tollen Frühjahr in die Saison gestartet“, sagt Georg Heide, Chef der Planegger Gaststätte Heide-Volm. „Den weiteren Verlauf kann ich kaum einschätzen, da der Biergarten wegen des Küchenumbaus 14 Tage komplett geschlossen war.“ Derzeit läuft der Biergartenbetrieb im Heide-Volm wegen der Umbauten nur eingeschränkt.

Zum Bedauern vieler Gäste, aber auch der Wirte, mussten in vielen Betrieben Feste und Veranstaltungen verlegt oder abgesagt werden. „Unsere Highlights des Sommers sind ins Wasser gefallen, das ist sehr schade“, erzählt Johanna Barsy vom Forsthaus Kasten. „Bei uns ist der Vorsprung vom Frühjahr im Juli dahingeschmolzen“, sagt die Wirtin. Auch im Lochhamer’s mussten das Trachtenfest und die Aktionen rund um Vater- und Muttertag abgesagt werden, im Alten Wirt wurde ein Fest nach innen verlegt.

Zuversichtlich blicken alle Wirte in den August - noch ist die Saison ja nicht zu Ende, obwohl aufgrund der Schulferien wieder weniger Betrieb herrscht. „Wir rechnen im August sowieso nicht mit so vielen Gästen, die Sommerflaute ist eingeplant“, erklärt Susanna Möller, Wirtin des Alten Wirts. Nur im Biergarten Forsthaus Kasten zeichnet sich der Ferienbetrieb positiv ab. Das Ausflugsziel mit vielen Angeboten auch für Kinder lockt Familien an schönen Ferientagen nur so an.

Glücklicherweise können die Wirte ihre Gäste in den Restaurants innen bei gutem und bei schlechtem Wetter aufnehmen. Gibt es kein Restaurant im Haus, fällt die Bilanz anders aus. „Bis jetzt ist es miserabel“, fasst Beatrix Gremm, Chefin des Handwerkerheims in Gräfelfing, die Saison zusammen. In ihrer Gaststätte gibt es nur einen Gartenbereich; den bisher aufgelaufenen Verlust könne sie nicht mehr hereinholen, sagt die Wirtin.

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