Regionalwerk: Strom wird teurer

Würmtal - Das Regionalwerk Würmtal kann sein Versprechen, die Preise der regionalen Konkurrenz zu unterbieten, nur noch bedingt halten.

Nach Anpassung der Preise an die erhöhte Ökostrom-Umlage zu Jahresbeginn hat das Regionalwerk mittlerweile den Arbeitspreis um weitere 1,2 Cent je Kilowattstunde erhöht. Grund ist nach Angaben des Regionalwerkes die vom Netzbetreiber Eon erhöhte Durchleitungsgebühr.

Der Grund- und, mit einer Ausnahme, auch der Verbrauchspreis des Regionalwerks liegen immer noch unter dem des Hauptkonkurrenten Eon. Der lockt Neukunden aber mit einmaligen Bonuszahlungen und ist damit inzwischen teils günstiger. Vor allem für Öko-Strom-Kunden kann sich ein Wechsel durch den Bonus von 100 Euro lohnen.

Das Regionalwerk sieht seine Zusage dennoch gewahrt. „Bonuszahlungen, bei denen man ins Kleingedruckte schauen muss, sind da nicht berücksichtigt“, sagt Charlotte Rieboldt von der Geschäftsstelle des Regionalwerkes. Die Einmalzahlungen gelten nur bei Onlineabschluss und einem Jahr Mindestlaufzeit. Noch günstiger ist Öko-Strom mittelfristig über die Stadtwerke München zu beziehen. Der Neukundenbonus ist zwar geringer. Doch ist die Differenz durch die ebenfalls geringere Grundgebühr und den niedrigeren Arbeitspreis nach wenigen Jahren ausgeglichen, bei hohem Verbrauch sogar noch früher. Eon- und Regionawerkskunden, die zu den Stadtwerken wechseln und von ihnen Öko-Strom beziehen, profitieren von Beginn an. Kunden, die keinen Öko-Strom-Tarif haben wollen, finden tatsächlich nach wie vor beim Regionalwerk Würmtal das günstigste Angebot.

Groß sind die Einsparpotenziale durch einen einmaligen Wechsel von einem der drei regionalen Anbieter zu einem anderen aber in der Regel nicht. Je nach Tarif und Verbrauch ergibt sich für Privatkunden meist ein jährliches Einsparpotenzial von rund 20 Euro gegenüber einem anderen der drei Anbieter.

Durch das von Eon vor Gericht erwirkte Verbot, in den Rathäusern zu beraten (wir berichteten), hat das Regionalwerk einen Wettbewerbsvorteil verloren . „Unsere Kunden beklagen sich, dass sie für persönlichen Kontakt jetzt nach Gauting kommen müssen“, sagt Rieboldt. Das Regionalwerk arbeite aber daran, bald wieder auch in den übrigen Würmtalgemeinden präsent zu sein.

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