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Am besten ausgraben

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„Es ist ein leidiges Thema“, sagt Richard Richter. Leiter des Planegger Umweltamtes. Der Riesenbärenklau macht Planeggern wieder zu schaffen.

Die Pflanzen, die bis zu vier Meter hoch werden, können in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Verbrennungen auf der Haut verursachen. Besonders rund um die Kiesgrube der Familie von Hirsch seien viele Exemplare zu finden. Und frustriert sagt Richter: „Wir können keine flächendeckende Bekämpfung anordnen.“ Die Gemeinde könne vor den Gefahren der Pflanze nur warnen: „Kommt’s da nicht dran!“

Wenn die Pflanze doch berührt werde, sollten die betroffenen Stellen gegen Sonnenlicht abgedeckt und so schnell wie möglich mit Wasser und Seife abgewaschen werden, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Auf den ehemals brachliegenden Ackerflächen Richtung Friedhof und Wohnbebauung, die ebenfalls der Familie von Hirsch gehören, sei der Riesenbärenklau inzwischen verschwunden. „Umpflügen und spritzen macht sogar dem Riesenbärenklau den Garaus“, meint Richter dazu. Ansonsten helfe gegen eine Verbreitung nur, alle Pflanzen einzeln auszugraben. Dazu fordert er nun die Anlieger auf ihren Grundstücken auf.

Die Gemeinde beherzige diese Methode bereits auf ihren Flächen. Und das Straßenbauamt habe kürzlich drei Exemplare an der Münchner Straße im Wald Richtung Neuried entfernt. „Man sieht, es wird rundum mehr“, sagt Richter warnend. Er meint, dass es für das Areal rund um die Kiesgrube keine Ausnahmegenehmigung geben würde, um dort zu spritzen. Also helfe auch dort nur das Ausgraben. Dazu sagt er jedoch: „Wer soll das bezahlen? Das sind ja tausende Pflanzen.“

Richard Richter ist überzeugt, dass zur Verbreitung der Pflanze über das Kiesgrubenareal hinaus auch Lastwagen beitrügen. Die transportierten das Saatgut im Profil ihrer Reifen. „Wie kommt das sonst auf die Münchner Straße?“, fragt er.

vs

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