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Auf dem Hettlage-Gelände könnten Wohnungen entstehen.

Rot-grüne Pläne für Neurieder Wohnungsbaugenossenschaft

„Langfristig niedrige Mieten“

Bezahlbarer Wohnraum ist im Würmtal Mangelware. Neurieds SPD und Grüne wollen deshalb eine Wohnungsbaugenossenschaft gründen. Das Interesse ist groß. Aber viele Fragen sind offen.

Neuried will weiteren Wohnraum schaffen. Damit dieser für viele bezahlbar bleibt, haben SPD und Bündnis 90/Die Grünen sich jetzt zusammengetan. Sie wollen eine Wohnungsbaugenossenschaft (WoGeno) gründen. Rund 50 Bürger sollen bislang Interesse daran bekundet haben, sagt Werner Schuegraf (Grüne). Weitere könnten folgen: Am Mittwoch, 29. Juni, wollen SPD und Grüne ab 19.30 Uhr mit Interessenten in der Aula der Neurieder Grundschule über die Möglichkeiten einer WoGeno debattieren. Wann, wo und für wen wie viele Wohnungen entstehen können, ist derweil offen – Hauptsache: bezahlbar.

Derzeit werden Ideen gesammelt. „Man kann das als Geldanlage sehen“, sagt Schuegraf. Oder man könne jetzt Anteile kaufen, um später einzuziehen. Er finde diese Art des Wohnens spannend. In einer WoGeno könne es Gemeinschaftsräume mit unterschiedlicher Nutzung, zum Beispiel Gästezimmer, geben. „Damit die nicht jeder vorhalten muss“, sagt er.

Für Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) ist eine WoGeno „die einzige Wohnform, die langfristig garantiert, dass die Mieten niedrig bleiben“. Vor allem Neurieds Jugend und den älteren Bewohnern, denen ihr Haus zu groß geworden sei, würde er gerne günstigen Wohnraum anbieten. „Da wurde in Neuried in den vergangenen 20 Jahren nichts getan“, erklärt er. „Wir haben nur zwölf Sozialwohnungen“, stellt er zudem fest. Für Zipfel kommen die Fläche rund um das Rathaus, das Hettlage-Areal und ein weiteres Grundstück in Frage, um das Projekt zu realisieren. Aber nicht ohne Einschränkung. Beim Rathaus könnten 50 Wohnungen entstehen, „die werden sicher nicht alle genossenschaftlich zu nutzen sein“, meint Zipfel. Im Fall des Hettlage-Geländes solle die Bebauung zu zwei Dritteln gewerblich genutzt werden und auf der restlichen Fläche 100 Wohnungen entstehen. „Wenn davon ein Teil als Wohnungsbaugenossenschaft entstehen würde, wäre es schön“, meint Zipfel.

Der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum sei im Zuge des Bürgerbeteiligungsprojekts zur Gestaltung der Ortsmitte deutlich geworden, erklärt Schuegraf. „Wenn es nur zehn bis 20 Interessenten gibt, lohnt sich eine eigene Wohnungsbaugenossenschaft nicht“, sagt Zipfel. Also habe er schon über eine gemeinsame Genossenschaft mit den Nachbargemeinden nachgedacht. Aber Gräfelfing habe eine eigene. Und Planegg habe seine Pläne für das Bahnhofsareal geändert. „Deshalb stehe ich da jetzt alleine“, stellt er fest. Am Mittwoch soll der Prozess einer eigenen WoGeno-Gründung in konkrete Bahnen gelenkt werden. Als Beraterin wird Natalie Schalter von der Mitbauzentrale München dabei sein.

vs

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