Gut Rothsee als letzte Ruhestätte

- Horst Wendlandt wird an seinem Zweitwohnsitz beigesetzt

Weilheim - Der am vergangenen Freitag im Alter von 80 Jahren verstorbene Filmproduzent Horst Wendlandt (wir berichteten) wird auf Gut Rothsee seine letzte Ruhestätte finden. Nach einer Trauerfeier am 13. September in Berlin wird Wendlandt im engsten Familienkreis auf seinem Anwesen östlich von Marnbach in der Familiengruft beigesetzt. Seit 1969 hatte der Verstorbene auf Gut Rothsee, das auf Weilheimer Flur liegt, seinen Zweitwohnsitz.

Horst Wendlandt, der einem Krebsleiden erlag, war einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands. Als "erfreulichste und schönste Erscheinung des deutschen Nachkriegskinos" würdigte Filmregisseur Volker Schlöndorff den Produzenten, der die Geschichten von Edgar Wallace und Karl May auf die Leinwand brachte, der aber auch Otto Walkes und Loriot ("Ödipussi") den Weg in die Kinos bereitet hatte und mit ihnen einige der erfolgreichsten Filme der Nachkriegszeit produzierte.

Nicht nur für Schlöndorff war Wendlandt eine "überragende Produzenten-Persönlichkeit". Jeder Film sei für ihn eine Leidenschaft gewesen, so Schlöndorff, der mit Wendlandt bis vor kurzem noch an einem gemeinsamen Film über die letzten Tage in der Reichskanzlei arbeitete.

Der unter dem Namen Horst Gubanow geborene Wendlandt stieg in den 30er Jahren als Kassier bei der Ufa ins Filmgeschäft ein, wo er für einen Monatsverdienst von 125 Mark Gagen von 80 000 Mark an Stars wie Hans Albers ausbezahlte. 1956 avancierte er zum Produktionsleiter bei Arthur Brauners CCC-Film. Horst Wendlandts Stunde schlug 1961 mit seinem Einstieg in die dänische Rialto-Film, die kurz darauf ganz in seinen Besitz überging.mb

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