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Parkende Autos in der Rottenbucher Straße: Die Fahrbahn wird schmaler, doch soll sie in voller Breite für den Verkehr frei bleiben, da neue Längsparkbuchten entstehen. Foto: höfle

Rottenbucher Straße: Späte Proteste gegen Planung

Gräfelfing - Es ist das größte Tiefbauprojekt der Gemeinde Gräfelfing in diesem Jahr: die Sanierung der Rottenbucher Straße. Nach Jahren der Planung haben Gemeinderäte plötzlich Bedenken.

1,1 Millionen Euro lässt sich die Kommune allein den ersten Bauabschnitt der Sanierung der Rottenbucher Straße kosten; die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Kurz vor Freigabe der Ausschreibung meldeten nun mehrere Gemeinderäte Bedenken an und stimmten gegen das Projekt.

Seit Jahren schiebt die Gemeinde die Sanierung dieser wichtigen Nord-Süd-Achse im innerörtlichen Straßenverkehr vor sich her. Begründung: Geldmangel. Ebenso lange liegen bereits die Entwürfe für die Sanierungsmaßnahme in den Schubladen. In ungezählten Sitzungen verschiedener Ausschüsse waren sie besprochen und abgesegnet worden, anschließend von den Planern zur Ausführungsreife entwickelt und erneut beraten worden. Nicht zuletzt waren die Gelder für die teure Baumaßnahme, an deren Notwendigkeit niemand zweifelt, im Finanzausschuss nach eingehender Diskussion in den Haushalt 2013 eingestellt worden. Einigen reichte diese lange Zeit trotzdem nicht. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates sprach sich zunächst Florian Renner (BVGL) gegen die Planung aus. Die Bedenken des ehrenamtlichen Feuerwehrmannes galten der Fahrbahnbreite, die auf sechs Meter reduziert werden soll. Dies könne eine ernste Einschränkung des Verkehrsflusses und eine Beeinträchtigung von Feuerwehreinsätzen bedeuten. Die Rücksprache zwischen Planer und Feuerwehr, die mittlerweile Standard in Gräfelfing ist, sei nur fernmündlich und kurzfristig erfolgt, so Renner.

Sein Fraktionskollege Günter Roll kritisierte, dass Radfahrern zunächst freigestellt sein soll, ob sie den kombinierten Geh- und Radweg oder die Fahrbahn nutzen wollen. Dies werde den Verkehr stark verlangsamen, wenn etwa ein MVV-Bus die ganze Rottenbucher Straße durch hinter einem Radfahrer fahren müsste.

Auch Thomas Heidenreich (CSU) gab zu bedenken, eine zu starke Verkehrsberuhigung in der Rottenbucher Straße werde unerwünschte Schleichverkehre in den angrenzenden Wohnstraßen generieren, nicht zuletzt in der Schulstraße.

Bürgermeister Christoph Göbel erläuterte, dass die Autos, anders als heute, zukünftig nicht mehr auf der Fahrbahn parken dürfen, sondern in eigens angelegten Längsparkbuchten. Somit würde die Fahrbahn stets in voller Breite zur Verfügung stehen, die übrigens den Begegnungsverkehr von Bussen und großen Lastwagen erlaube. Und sollte sich der Radverkehr als Sicherheitsrisiko oder Hemmnis zeigen, könne man immer noch einen Radweg markieren und als zwingend zu benutzen beschildern.

Gegen das Projekt stimmten am Ende nur Roll, Renner, Heidenreich und Johann Klostermeier (CSU).

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