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Ein dünnes Spiralschloss reicht als Sicherung nicht aus. die Diebe haben oft einen Bolzenschneider dabei.

Polizei gibt Tipps

Fahrraddiebe treiben ihr Unwesen

114 Fahrräder wurden 2016 im Würmtal geklaut. Auch in diesem Jahr haben die Langfinger bereits zugeschlagen. Die Polizei warnt jetzt - und gibt Tipps.

Würmtal – Mit dem Frühlingsanfang beginnt im Würmtal auch wieder die Saison der Fahrraddiebstähle. Allein am vergangenen Wochenende zeigten Geschädigte bei der Planegger Polizei bereits drei Diebstähle an. Im letzten Jahr registrierten die Beamten im Würmtal 114 Fahrraddiebstähle – eine Größenordnung, die auch heuer zu befürchten ist.

So wurde am Freitagnachmittag in der Gräfelfinger Friedemann-Bach-Straße ein nicht abgesperrtes Transportfahrrad gestohlen. Samstagnacht zwischen 22 und 1.45 Uhr entwendeten Unbekannte das abgesperrte Mountainbike eines 20-jährigen Gräfelfingers am S-Bahnhof Lochham. Nur das aufgezwickte Schloss ließen sie zurück. Am Sonntag verschwand tagsüber in der Martinsrieder Röntgenstraße ein hochwertiges abgesperrtes Fahrrad im Zeitwert von über 1000 Euro.

„Im vergangenen Jahr wurden vor allem an den S-Bahnhöfen viele Räder gestohlen“, sagt der Planegger Inspektionsleiter Siegfried Janscha. Die Täter bleiben meist unerkannt. „Ich habe aber den Eindruck, dass manche mit einem Auto unterwegs sein müssen und viele Räder in einem kurzen Zeitraum aufsammeln“, sagt Janscha. Dies sei auch die für die Täter einfachste Methode, weil sie so Räder, die etwa nicht an einem Ständer abgesperrt sind, einfach schnell aufladen können. Leichtere Schlösser werden zudem durchgezwickt.

Über 40 Räder wurden letztes Jahr in Gräfelfing gestohlen, knapp 20 in Planegg, 14 in Stockdorf, 13 in Neuried und nur eines in Krailling. Neben den Bahnhöfen auch viel an Schulen und manchmal sogar aus Privatgärten, Kellern und Tiefgaragen. Die Fahrräder tauchen dann auch oft nicht wieder auf: „Es kommt schon manchmal vor, dass sich ein geklautes Rad wiederfindet, wenn sie aber etwa ins Ausland gehen wie viele andere, ist die Chance gleich null“, so Janscha.

Tipps der Polizei:

1. Das Rad sollte mit einem Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschloss an einem festen Gegenstand wie einem Ständer abgeschlossen werden, rät die Planegger Polizei. Dünne Ketten, (Spiral-)Kabel und Bügelschlösser reichen ebenso wenig aus wie nur das Hinter- oder Vorderrad zu blockieren.

2. Jedes Fahrrad sollte individuell gekennzeichnet werden. Oft ist bereits beim Kauf eine individuelle Rahmennummer vorhanden. Wenn nicht, kann man selbst oder ein Fachmann diese eingravieren. Sinnvoll ist auch eine Fahrradcodierung mit Kfz-Kennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen.

3. Alle wichtigen Infos zum Rad wie Rahmennummer, Namen und Anschrift des Besitzers sowie ein Foto sollten in einem Fahrradpass notiert und aufbewahrt werden. Die Polizei bietet dafür auch eine entsprechende Fahrradpass-App an

ps

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