Hoffnungsträger sagt auf Wiedersehen: Bürgermeisterin Annemarie Detsch verabschiedet Benjamin Wittstock. fkn

Das Salz in der Suppe: Abschied von SPD-Gemeinderat Benjamin Wittstock

Planegg - Der Jüngste gegen den Größten. Dieses Duell wird es im Planegger Gemeinderat künftig nicht mehr geben.

Die Rede ist von SPD-Fraktionssprecher Benjamin Wittstock (35) und Zwei-Meter-Gemeinderat Peter von Schall (FDP-Fraktion), die sich mit schöner Regelmäßigkeit im Gremium angeschnauzt hatten. Wittstock hat aus beruflichen Gründen sein Mandat niedergelegt.

Bei der Verabschiedung am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung war es zur allgemeinen Überraschung Wittstocks Antagonist von Schall, der besonders launige und freundliche Worte fand. Als er gehört habe, dass Wittstock den Rat verlasse, „hat sich zu meiner Verwunderung gar keine Freude eingestellt“, sagte von Schall. Erst später sei ihm bewusst geworden, warum. „Sie waren für mich das Salz in der Suppe. Und eine Suppe ohne Salz schmeckt nicht“, sagte von Schall zu einem etwas verdutzt dreinblickenden Wittstock. „Ich werde Sie deshalb vermissen.“ Von Schall hatte an der Gewürz-Metaphorik offenbar Gefallen gefunden. Er hoffe, dass ihm zumindest „der Pfeffer in der Suppe“, nämlich SPD-Gemeinderat Thomas Roy, weiter erhalten bleibe. Von den übrigen Fraktionen kam ebenfalls Dank und Lob an die Adresse des scheidenden Unternehmensberaters. „Unsere Auseinandersetzungen waren immer fair. Ich glaube, dass es jetzt langweiliger wird“, sagte CSU-Chef Hermann Nafziger.

Bürgermeisterin Annemarie Detsch sagte, es erfülle sie mit „Traurigkeit“, dass Wittstock sein Mandat abgebe. Der Vielgelobte selbst sagte, der Beruf habe künftig Priorität. „Es war eine sehr gute Zeit im Gemeinderat.“ ul

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